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Wenn die Turnhalle zur Drachenhölle wird

Weisslinger Maskenball

Wenn die Turnhalle zur Drachenhölle wird

Zum achten Mal laden die Glunggephoniker am Samstag zum Wisliger Maskenball.  Ein besonderer Programmpunkt ist der Auftritt des Guggen-Schweizermeisters.

Marco
Huber
Freitag, 08. Februar 2019, 09:24 Uhr Weisslinger Maskenball
Vor einem Jahr unterhielt die Guggenmusik Glunggephoniker das Publikum am Weisslinger Maskenball mit einer Feuershow.
Archivfoto: Urs Weisskopf

Ein schwarzer Drachen erhebt sich aus den lodernden Flammen. Rechts davon droht das Weisslinger Wappen demnächst Feuer zu fangen. Dieses Schreckensszenario entstammt nicht einer Fabel. Es ist auch keine Anspielung auf die hitzige Diskussion rund um das neue Erscheinungsbild der Gemeinde. Es ist das Abbild auf dem Flyer der «Glunggephoniker». Die Weisslinger Guggenmusik wirbt damit für ihren Maskenball, der am Samstag in der Mehrzweckhalle Widum mitten im Dorf stattfindet.

 

Die Halle, in der sonst auch Gemeindeversammlungen, Konzerte und Turnstunden stattfinden, soll sich in eine Drachenhölle verwandeln. Bereits zum achten Mal organisieren die «Glunggephoniker» mittlerweile ihren Maskenball. Zum dritten Mal zu ebendiesem Motto. Dies hat indes nichts mit mangelnder Kreativität zu tun, sondern viel mehr mit dem Aufwand für die Gewänder, in denen die 34-köpfige Formation auftritt. «Es macht für uns viel mehr Sinn, unsere Kostüme ein paar Jahre lang zu tragen statt diese jedes Jahr zu wechseln», sagt Stefan Nüesch Präsident und Paukist der «Glunggephoniker».

Letzten Frühling holte die Weisslinger «Gugge» sich den Schweizermeistertitel.

 

Schweizermeister-Vorteil

In ihren aktuellen Gewändern wurde der Weisslinger Gugge letztes Jahr grosse Ehre zuteil. Im Frühjahr holten sich die «Glunggephoniker» im st. gallischen Engelburg den Titel an den Guggen-Schweizer-Meisterschaften. Zusätzlich erhielt ihr musikalischer Leiter, Thomas Partridge, die Auszeichnung des «Master of Major» als der bester musikalische Leiter einer Guggenmusik.

Durch den Schweizermeistertitel konnten die «Glunggephoniker» ihren Bekanntheitsgrad deutlich steigern, wie Nüesch erklärt. Das sei von Vorteil, wenn es darum geht, andere Guggenmusiken für einen Auftritt am lokalen Maskenball zu gewinnen. «Wir sind bereits heute fürs nächstes Jahr ausgebucht», sagt Nüesch.

Dieses Jahr stehen fünf Formationen auf der Widum-Bühne. Darunter sind mit den «Rampesäu» aus Hittnau und den «Notewürger» aus Wald zwei weitere «Guggen» aus dem Zürcher Oberland zugegen. Nach der Maskenprämierung starten die «Glunggephoniker» mit ihrer Mitternachtsshow – ein Heimspiel.

Vor dem Ball der Marsch

Mit bis zu 700 Besuchern rechnen die «Glunggephoniker» am Samstag. Was Präsident Nüesch besonders freut: Etwa 90 Prozent der Gäste erscheint jeweils verkleidet. «Es scheint hier in der Gegend viele Verkleidungswütige zu geben», sagt er. Generell locke der Weisllinger Maskenball aber seit Jahren zahlreiche Fasnachtsbegeisterte von nah und fern an.

Bevor am Samstagabend die Weisslinger Fasnachtsparty steigt, steht am Nachmittag quasi als Prolog der «Wisliger Fasnacht Marsch» an, der vor der Widum-Halle endet. Je nach Wetter steigt dort im Anschluss ein Monsterkonzert mit verschiedenen Guggen inklusive Konfettischlacht, Plakettenverlosung, Festwirtschaft und Kinderanimation. Besonders kreativ kostümierte Gruppen werden prämiert. Umzugszuschauer können mittels eines Formulars ihre Meinung zur Verkleidung der vorbeiziehenden Gruppen abgeben. Die Rückmeldungen werden in einer grossen Urne im Foyer vor der Turnhalle gesammelt und durch eine Jury ausgewertet, ehe die Sieger erkoren werden.

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