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Die Pflege Eulachtal unter neuer Leitung

Abschiedsfest für scheidenden Direktor

Die Pflege Eulachtal unter neuer Leitung

Johannes Baumann tritt nach 18 Jahren als Direktor der Pflege Eulachtal ab. An seiner Stelle übernimmt Maria Hofer-Fausch die Leitung.

Redaktion
Züriost
Freitag, 08. Februar 2019, 15:30 Uhr Abschiedsfest für scheidenden Direktor
Johannes Baumann übergibt die Leitung der Pflege Eulachtal an Maria Hofer-Fausch.
PD

Als wäre ihm ein Stein vom Herzen gefallen, sitzt Johannes Baumann, 65, an einem Tisch im Pflegezentrum Eulachtal und blickt zurück. 18 Jahre lang hat er die Geschicke der Pflege Eulachtal (PE) geführt. Per Ende November ging er nun in Pension.

Geschmeidige Nachfolgeregelung

An seiner Stelle hat Maria Hofer-Fausch (38) sukzessive ab Mai letzten Jahres die Leitung des Pflegezentrums und ab Dezember die Leitung der Gesamtbetriebe der Pflege Eulachtal mit ihren fünf Häusern sowie der Spitex Elsau-Schlatt übernommen. Dass seine Nachfolgeregelung so geschmeidig vonstatten ging, lässt den abtretenden Chef entspannt in die Zukunft blicken. Die junge Direktorin übernimmt neu die Verantwortung für 140 Betten, 210 Mitarbeitende, darunter 30 Lernende, und zehn Menschen mit Handicap. Mit dem Jahresmotto «Zusammenwachsen – zusammen wachsen» bricht Maria Hofer-Fausch mit ihren Mitarbeitenden in die neue Ära auf.

Frühe Führungserfahrung 

«Sie ist ein wahrer Glücksfall für uns», sagt Johannes Baumann strahlend. Schon mit 28 Jahren war die gebürtige Österreicherin Chefin über 136 Mitarbeitende und ebenso viele Betten in einem Altersheimverbund in ihrem Heimatland und führte diesen sieben Jahre lang. Zuvor hat sie an der Fachhochschule in Kärnten Public Management studiert und später in Salzburg noch den Universitätslehrgang für Führungskräfte mit Schwerpunkt auf Heimleitung in der Altenarbeit absolviert.

Zwei Jahrzehnte Wachstum
 
Baumann übernahm im November 2000 das damalige Krankenheim Eulachtal mit nur gerade 59 Betten. Am grossen Abschiedsfest für den langjährigen Direktor anfangs Februar in Elgg liess die Festgemeinde die Meilensteine seiner Ära Revue passieren. Nicht nur wurde der Gemeinde-Zweckverband in die Stiftung überführt, unter deren Dachmarke heute alle Angebote der Pflege Eulachtal zusammengeschlossen sind, sondern Johannes Baumann wurde auch seinen Namen gerecht, weil er Haus um Haus baute. Zum Pflegezentrum Eulachtal kam 2004 der «Lichtblick» in Elgg dazu für Menschen mit Demenz. 2005 eröffnete in Räterschen die «Sonne» für Menschen mit leichten psychischen und polygeriatrischen Leiden ihre Tore. 2015 kam das Staub/Kaiser-Haus in Rümikon dazu, das Mehrgenerationenhaus für Menschen mit Migrationshintergrund, 2016 das Zentrum Wiesental in Wiesendangen für Leute aus der erweiterten Region. Und als letzter Meilenstein wurde die Spitex Elsau-Schlatt unter das Dach der Pflege Eulachtal aufgenommen, womit neu ambulante und stationäre Pflege zugleich angeboten werden.

Finanziell gesunder Betrieb 

«Ich bin froh, nun einen finanziell gesunden und inhaltlich gut dastehenden Betrieb übergeben zu können», sagt Johannes Baumann, «und Maria Hofer-Fausch ist ein Mosaiksteinchen mehr, das perfekt in die Pflege Eulachtal hineinpasst.» Schon einen Monat, nachdem sie angefangen hatte, wusste er, dass das klappen würde, und kündigte seine Stelle. In der Übergangsphase waren die beiden dann ein ausgezeichnetes Gespann. Das Büro überliess er ihr auf der Stelle und zog sich in eine Ecke zurück für seine Abschlussarbeiten. «Und trotzdem ist er im Hintergrund jederzeit da als wandelnde Bibliothek im Gesundheitswesen», sagt Maria Hofer-Fausch. (Daniela Schwegler, Pflege Eulachtal)

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