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Jetzt kommt der Antrag zur Deponie Lehrüti

Kantonsrat entscheidet über Vergrösserung in Gossau

Jetzt kommt der Antrag zur Deponie Lehrüti

Der Regierungsrat will die deutliche Vergrösserung der Deponie Lehrüti in Gossau und Egg definitiv bewilligen lassen. Sein Antrag an den Kantonsrat liegt nun vor.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 07. Februar 2019, 15:29 Uhr Kantonsrat entscheidet über Vergrösserung in Gossau
Viele Oberländer sind gegen die Deponien in Gossau. Hier ein Bild der Demo gegen jene im Tägernauerholz.
Archiv

Der Antrag des Regierungsrats datiert auf den 30. Januar. Das heisst: Es kann nicht mehr lange dauern, bis der Kantonsrat zumindest über eine der beiden Gossauer Deponienstreitfälle befindet. Mit der Teilrevision 2017 des kantonalen Richtplans will der Regierungsrat die Vergrösserung der Inertdeponie Lehrüti auf Gossauer und Egger Land von 5 auf 12 Hektaren rechtlich verankern. Das Volumen würde von 500'000 auf 1,3 Millionen Kubikmetern steigen. Gossau und Egg wehren sich seit längerer Zeit gegen diesen massiven Ausbau.

Der Regierungsrat argumentiert in der Weisung indes, im Kanton Zürich müssten jährlich rund 350'000 Kubikmeter Inertstoffe abgelagert werden. Die nun beantragten Erweiterungen könnten das Volumen um weitere 13 Jahre gewährleisten, wobei das aktuelle Volumen für die nächsten 12 Jahre reichen müsste. Damit werde die Entsorgungssicherheit für die kommenden 25 Jahre erfüllt, wie es der kantonale Richtplan vorsieht. Nebst der Deponie Lehrüti will der Regierungsrat auch je eine Deponie in Eglisau (von 4 auf 15 Hektaren) sowie eine in Rümlang (von 5 auf 16 Hektaren) erweitern.

Kritik an zwei Standorten

Zur Vergrösserung der Deponie Lehrüti schreibt der Regierungsrat, dadurch könne der Standort wesentlich besser ausgenutzt werden. Zudem lasse die Vergrösserung des Deponiekörpes eine insgesamt flachere Formgebung zu und könne so besser der Umgebung angepasst werden.

Der Regierungsrat verweist auf das durchgeführte Mitwirkungsverfahren zur Richtplanrevision, die auch noch vereinzelte Verkehrsanpassungen und Änderungen bei Materialgewinnungsanlagen vorsieht. Zwei der drei Deponieerweiterungen seien dabei von den Mitwirkenden kritisiert worden, namentlich die Deponie Lehrüti und jene in Rümlang.

Nicht in der Richtplanrevision enthalten ist die neu geplante Deponie im Tägernauerholz in Gossau, die weit über die Gossauer Gemeindegrenzen hinaus kritisiert wird, weil sie mit einer massiven Waldrodung einherginge.

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Die Deponie Tägernauerholz ist hier kein Thema, weil sie bereits mit der Teilrevision 2016 bewilligt werden soll. Diese hat der Regierungsrat bereits im Jan 18 an den Kantonsrat überwiesen, der Kantonsrat hat aber noch keinen definitiven Beschluss gefast. So viel zum Thema es kann nicht mehr lange dauern...