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«Ich werde es nicht mehr so gemütlich wie vor einem Jahr haben»

Neujahrsball Uster

«Ich werde es nicht mehr so gemütlich wie vor einem Jahr haben»

Am Samstag feiern geladene Gäste den Neujahrsball Uster im Stadthofsaal. Ein neues Organisationsteam ist erstmal für den Anlass verantwortlich. Mitorganisator Moritz Schlanke erzählt im Interview, wie er die Gäste mit neuen Ideen begeistern will.

David
Marti
Freitag, 11. Januar 2019, 07:43 Uhr Neujahrsball Uster
Moritz Schlanke sagt, dass er für den Neujahrsapéro seine tänzerischen Fähigkeiten verbessern musste.
PD

Moritz Schlanke, wie oft waren Sie schon am Neujahrsball?
Ich habe am Neujahrsball Uster 2018 teilgenommen. Dies war mein erster Besuch.

Welchen Eindruck hat die Veranstaltung auf Sie gemacht?
Es war ein wunderbarer Abend. Urs Lüscher hat als Organisator keine Mühen gescheut, um die Gäste rundum zu verwöhnen.

Was gibt es Neues am diesjährigen Ball?
Zuerst sei gesagt, dass der Neujahrsball Uster nach wie vor ein Ball ist. Tanzen, schöne Musik, feines Essen und geselliges Beisammensein stehen im Zentrum. Aber natürlich haben wir uns ins Zeug gelegt, um unsere Gäste mit neuen Ideen zu begeistern.

Zum Beispiel?
Das Foyer wird nicht wiederzuerkennen sein. Es wird drinnen wie auch draussen Lounges zum Verweilen geben und wenn sich der Stadthofsaal allmählich leert, wird das Foyer zur Disco. Aber allzu viel möchte ich noch nicht verraten. Auch rund um den Ball hat sich Vieles getan. Der Ball ist sichtbarer geworden. Man denke zum Beispiel an die schönen roten Plakate, die in den vergangenen Wochen die Stadt geschmückt haben. Wir wollen damit auch neue Gäste anlocken, die Freude an Tanz, Musik und gutem Essen haben.

Neue Gäste – meinen Sie damit vor allem jüngere?
Nicht nur aber auch, klar. 

Wie kamen Sie dazu, den Ball zu organisieren?
Chris Conz und ich haben erfahren, dass Urs Lüscher den Neujahrsball Uster nach 2018 nicht mehr organisieren wird. Darauf haben wir Kontakt mit ihm aufgenommen. Für uns war schnell klar, dass wir diesen Event übernehmen und weiterentwickeln möchten. Als Organisatoren von Musik-Veranstaltungen war dies eine tolle Chance, unser Know-How in einem neuen Bereich einzusetzen. Und als Ur-Ustermer war es uns ein Anliegen, diesen Event bei uns vor der Haustüre weiterhin anbieten zu können. 

Wie wollen Sie die Nicht-Tanzenden besser Einbinden?
Einerseits möchten wir die Nicht-Tanzenden animieren, es doch einmal zu versuchen. Wir haben dazu im Vorfeld des Balls gemeinsam mit dem Gewerbeverband Uster Tanzkurse im Pasadena Volketswil angeboten, bei welchen sich Anfänger, wie auch erfahrene Tänzer den letzten Schliff fürs Neujahrsball-Parkett holen konnten. Am Ball-Abend wird es zudem professionelle Tänzerinnen und Tänzer haben, die als Tanzpartner einspringen können. Zudem werden wir im Foyer und vor dem Saal lauschige Plätzchen einrichten, an denen es sich bestens verweilen lässt, wenn einem gerade nicht so nach Tanzen zu Mute ist.

Können Sie selber tanzen?
Zum Glück haben wir die Tanzkurse mit dem Gewerbeverband angeboten. So konnte ich meiner Beweglichkeit auch noch ein wenig auf die Sprünge helfen. Der Disco Swing und der Englisch Walzer klappen schon ganz gut. Die begnadete Tänzerin im OK ist aber ganz klar Brigitte Oertli, welche Chris Conz und mich tatkräftig bei der Organisation des Balls unterstützt. Sie ist es auch, die sich mit viel Herzblut diesem Thema verschrieben hat.

Was gehört sich nicht, wenn ich als Besucher an den Neujahrsball gehe?
Eine schöne Abendgarderobe und eine gewisse Etikette werden natürlich verlangt. Ansonsten soll sich jeder und jede bei uns wohlfühlen.

Hat sich ihre Sicht auf den Ball verändert, gerade in Hinsicht auf ihre Funktion als Organisator?
Natürlich ist die Optik des Gastes eine andere als die des Organisators. So gemütlich, wie vor einem Jahr als Gast, werde ich es nicht mehr haben, das ist klar. Ich war aber bereits 2018 ein Stück weit mit der Organisatoren-Brille dabei, daher kenne ich beide Seiten.  

Was sind besondere Herausforderungen bei der Organisation?
Für Chris Conz und mich war vor allem der Bereich des Caterings neu. Wie gesagt haben wir bisher Musikveranstaltungen organisiert, bei denen dieser Part nicht so stark im Vordergrund stand. Wir haben aber tolle Partner gefunden, die uns in allen Bereichen grossartig unterstützen. 

Ist es überhaupt möglich, einen so straff organisierten Anlass wie den Neujahrsball noch zu verbessern?
Der Anlass war bisher sehr gut organisiert. Wir als neue Veranstalter sind daher umso mehr gefordert, weil es somit auf jedes Detail ankommt. Wenn man sich aber so intensiv damit auseinandersetzt wie wir, entdeckt man immer wieder Potential, eine Veranstaltung noch besser zu machen. Und genau diese stetige Steigerung ist unser Anspruch.

Wenn der Ball eröffnet ist, was machen Sie als Veranstalter noch?
Ich werde es mir nicht nehmen lassen, mich beim einen oder anderen Tanz auch aufs Parkett zu schleichen. Zudem möchte ich möglichst viel Zeit mit unseren Gästen verbringen können. Viele davon kenne ich aus Uster, vom Tanzkurs oder auch vom letzten Ball. Und natürlich werde ich auch immer wieder einmal Backstage sein. Ich freue mich riesig auf den Neujahrsball Uster und kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht. 

(Das Interview wurde schriftlich geführt)

Die neue Organisatoren des Neujahrsball

Moritz Schlanke ist 31 jährig und wohnt in Uster. Er ist Event-Organisator, Sänger und Marketing-Manager. Schlanke organisiert zusammen mit Chris Conz und Brigitte Oertli den Neujahrsball Uster. Das Team tritt die Nachfolge des langjährigen Organisators Urs Lüscher an.
Chris Conz ist gebürtiger Ustermer Der 33-Jährige Musiker gewann unter anderem den Swiss-Jazz-Award. Conz arbeitet auch als  Event-Organisator.
Brigitte Oertli ist ehemalige Skirennfahrerin. Heute ist die 56-Jährige Unternehmerin und Mitinhaberin der Swiss Marketing Academy.

 

Das OK (von links nach rechts): Moritz Schlanke, Brigitte Oertli, Chris Conz. (Foto: PD)

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