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«Krass, dass die Okto-Bar leer steht»

Jahresrückblick: Lädelisterben in Wetzikon

«Krass, dass die Okto-Bar leer steht»

Café Frauenfelder, Boutique Botta, Interdiscount, Blumen Wepfer – die Liste an Läden, die 2018 an der Wetziker Bahnhofstrasse schliessen mussten, scheint endlos. Und für die ehemalige «Okto-Bar» wurde immer noch kein Nachmieter gefunden.

Redaktion
Züriost
Sonntag, 30. Dezember 2018, 12:00 Uhr Jahresrückblick: Lädelisterben in Wetzikon
(Moderation: Annette Saloma / Produktion: Simon Grässle)

Züriost-Redaktorin Annette Saloma blickt in unserer Videoserie «Jahresrückblick» auf das Lädelisterben an der Bahnhofstrasse in Wetzikon zurück. Es sei ein Teufelskreis, findet sie: «Da die Bahnhofstrasse durch die Leerstände unattraktiv ist, kommen keine neuen Kunden und damit auch keine neuen Läden.»

Weshalb darbt die Bahnhofstrasse? Selbst die Gewerbler sind sich uneins. Einige fordern eine Verkehrsberuhigung, andere mehr Parkplätze. Jemand findet: Es fehlen schlicht die Ruhebänkli.

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Die saubere Aufzählung der verschiedenen Geschäfte zeigt, dass es keine einfache Lösung wie mehr Bänke gibt, sondern ein Gesamtkonzept bräuchte, bei dem verschiedene Parteien an einem Strang ziehen. Aber anscheinend ist das Interesse oder die Fähigkeit dazu nicht da. Die Bevölkerung, die im Internet einkauft, ist sicher auch ein Teil des Problems, aber sicher kein ganz neues. Die Welt verändert sich nunmal, das muss man als Stadtplaner und Einzelhändler auch im Auge behalten. Dass an dem zentralen Platz wie der ehemaligen Okto-Bar kein gemütliches Cafe ist, ist eine Schande. Das könnte ein zentraler Ort sein und eine Goldgrube. Aber auch der nahegelegene relativ neue Gebäudekomplex neben dem Schloss und dem dreieckig angelegten Bistro davor und den vielen toten Ecken ist eine Fehlkonstruktion sondergleichen. Von dem Trompetendisaster wollen wir garnicht sprechen. Der Stadt fehlt ein attraktives Zentrum und niemand is gewillt, daran etwas zu ändern. Hauptsache, das Parkieren im ZOM kostet Geld! Man schafft es ja nochnichtmal am Bahnhof einen Laden zu etablieren. Versagen auf der ganzen Linie, obwohl sicher ein paar engagierte Leute verzweifelt versuchen, etwas zu tun.