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Wieder mehr Lärmgeplagte wegen dem Flughafen

«Region Ost» stellt Forderungen

Wieder mehr Lärmgeplagte wegen dem Flughafen

Die Anzahl der von Fluglärm betroffenen Personen ist auch im Jahr 2017 angestiegen. «Region Ost» fordert, eine lenkungswirksame Erhöhung der Lärmgebühren für verspätete Flüge nach 23 Uhr.

Redaktion
Züriost
Freitag, 07. Dezember 2018, 14:52 Uhr «Region Ost» stellt Forderungen
SCHWEIZ FLUGHAFEN ZUERICH
2017 waren wiederum mehr Personen von Fluglärm betroffen.
KEYSTONE/Ennio Leanza

Mit dem Flughafenbericht legt der Regierungsrat jährlich wiederkehrend Rechenschaft ab über seine Beteiligung an der Flughafen Zürich AG und informiert über das Fluglärmcontrolling und den Zürcher Fluglärm-Index (ZFI). Wie aus einer kürzlich versandten Medienmitteilung des Regierungsrates hervorgeht, ist der ZFI auch 2017 überschritten worden. Die Anzahl lärmbetroffener Personen stieg von 64‘110 im Jahr 2016 auf 65‘507 im Jahr 2017. Damit wird der Richtwert von 47‘000 Personen um über 18'500 überschritten.

Prozentual betrug die Zunahme des ZFI gegenüber dem Vorjahr 2,2 Prozent, wobei gemäss Mitteilung die Zahl der in der Nacht im Schlaf gestörten Personen um 1,8 Prozent und der am Tag stark belästigten Personen um 2,4 Prozent gestiegen sei. Für die Hälfte des Anstiegs des ZFI-Wertes sei das Bevölkerungswachstum in den flughafennahen Siedlungsgebieten verantwortlich. Die andere Hälfte gehe trotz verbesserter Bündelung der Flugspuren nachts auf den Flugbetrieb zurück, da die Flugbewegungen gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen hätten.

Zu viele Starts und Landungen vor 23 Uhr

Als besonders störend in diesem Zusammenhang stuft die Behördenorganisation Region Ost die Flugbewegungen während der Nachtsperrzeit zwischen 23 und 24 Uhr ein. Gemäss einer von ihr versandten Medienmitteilung seien diese erneut angestiegen, nämlich um 5,5 Prozent von 2486 auf 2623 Flugbewegungen. Aus dem Bericht gehe zudem hervor, dass die Flughafen Zürich AG deutlich mehr Bewilligungen für Flugbewegungen während der Nachtsperrzeit zwischen 23.30 und 6 Uhr erteilt habe. Waren es 2016 noch 188 Bewilligungen, sind es 2017 bereits deren 271 für Grossflugzeuge.

«Schaut man genauer hin und rechnet auch die Kleinflugzeuge dazu, sind es sogar 292 Flüge», schreibt die Behördenorganisation, in der auch die Gemeinden Zell, Schlatt, Turbenthal, Wildberg, Wila, Illnau-Effretikon, Winterthur, Lindau und Weisslingen Mitglied sind und die gemäss Website gut 500‘000 Einwohner im Osten des Flughafens vertritt.

«Region Ost» fordert, dass dringend Massnahmen zu ergreifen sind, damit die Nachtflugsperre vom Flughafen Zürich und den Fluggesellschaften eingehalten wird. Eine davon ist eine lenkungswirksame Erhöhung der Lärmgebühren für verspätete Flüge nach 23 Uhr. Ausserdem stellt die Behördenorganisation fest, dass zu viele Starts und Landungen vor 23 Uhr auf dem Flugplan stehen und Verspätungen somit vorprogrammiert sind.

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Der ZFI kostet seit Jahren Millionen und kann überhaupt gar nichts bewirken. Er wurde von der berüchtigten Rita Fuhrer SVP kreiert, um die von Fluglärm betroffenen Personen zu täuschen. Rita Fuhrer war bekanntlich auch im Verwaltungsrat der Bank Reiffeisen, wo sie abkassierte obwohl sie keine Ahnung vom Bankwesen hat.