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Ein neues, aber kein fremdes Gesicht im Restaurant Sternen

Neuer Pächter in Fällanden

Ein neues, aber kein fremdes Gesicht im Restaurant Sternen

Ab Januar übernimmt der Betreiber des Maurmer Restaurants Dörfli den «Sternen» im Nachbarort aus Fällanden. Schon bald soll noch ein dritter Standort das kulinarische Bermudadreieck am Greifensee komplettieren.

Dario
Aeberli
Freitag, 07. Dezember 2018, 07:23 Uhr Neuer Pächter in Fällanden
Güney Kayalibal in seinem ersten Restaurant, dem Dörfli in Maur.
Deborah von Wartburg

20 Kilometer langer, asphaltierter Weg führt um den Greifensee. Im gemütlichen Spaziertempo dauert die Umrundung etwa vier Stunden, sportliche Velofahrer schaffen die Strecke in einer Dreiviertelstunde. Wer auf dem Weg um den Greifensee einen Halt zur Zwischenverpflegung oder für ein kühles Getränk einlegen möchte, kommt bald nicht mehr an den Restaurants von Güney Kayalibal und seinem Bruder Dogan vorbei. Die Besitzer des Restaurants Dörfli in Maur sind ab Januar auch noch die neuen Pächter des Gasthauses Sternen in Fällanden. Im Juli soll ein weiteres Lokal in Greifensee dazukommen.

«Wir wollen, dass jeder Fällander einmal bei uns vorbeikommt.»

Güney Kayalibal, Restaurantbesitzer

«Einige Gäste und Kollegen haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass der ‹Sternen› in Fällanden bald frei wird und ein neuer Pächter gesucht wird», sagt Güney Kayalibal. Da hätten sie keine grosse Bedenkzeit gebraucht und sich schnell beworben. Schliesslich seien sie in Fällanden bereits gut vernetzt. Das neue Restaurant ist bloss vier Kilometer vom «Dörfli» entfernt, viele Stammgäste gehen in beiden Restaurants ein und aus. «Wir sind also bestimmt keine fremden Gesichter, die plötzlich im Dorf auftauchen», sagt Kayalibal.

Lieber im Dorf als in der Stadt
Restaurants fungieren in kleineren Gemeinden häufig als Treffpunkt der Bevölkerung, viele Vereine nutzen die Lokale um ihre Feste zu feiern. Güney Kayalibal schätzt diese Dorfkultur sehr und ist selbst Mitglied in zahlreichen Vereinen in der Region, allerdings wohnt er nach wie vor in Bergdietikon im Kanton Aargau. «Mein Arbeitsweg ist also relativ lang, aber daran habe ich mich gewöhnt», sagt er. Bereits seit 12 Jahren ist der 37-Jährige im «Dörfli» tätig und kennt mittlerweile praktisch jeden Gast beim Namen.

Das kulinarische Bermudadreieck: Die linke Seeecke hat die Familie Kayalibal ab Juli 2019 abgedeckt.

«Jetzt möchten wir dafür sorgen, dass das in Fällanden genauso wird. Wir wollen, dass jeder Fällander einmal bei uns vorbeikommt», sagt Kayalibal. Dafür planen er und sein Bruder im Januar einen Eröffnungstag mit gratis Cüpli. Viel verändern werden sie im «Sternen» aber nicht, Renovationen seien keine geplant. «Vielleicht werden wir für den Gartenplatz noch Mobilar dazukaufen, damit unsere Gäste im Sommer draussen sitzen können.» Die Speisekarte werden sie ebenfalls nur leicht überarbeiten. «Das gutbürgerliche Schweizer Essen hat sich für uns bewährt, wir sehen keinen Grund etwas daran zu ändern. Was gibt es schon besseres als eine gute Portion Züri Gschnätzlets?»

Hier soll ab Juli 2019 das Bistro in Greifensee eröffnen.
Archivfoto

Kulinarisches Bermudadreieck am Greifensee
Der Gasthof Sternen soll allerdings nicht das letzte neue Lokal der Kayalibal-Familie bleiben. Um auf der gegenüberliegenden Seeseite ebenfalls präsent zu sein, haben die Brüder sich für das neue Lokal im Landenberghaus im Städtli Greifensee beworben. «Am Anfang war bei der Ausschreibung lediglich von  einem kleinen Bistro die Rede, aber nach dem Umbau hat es da sicher Platz für ein ordentliches Restaurant», sagt Kayalibal. Vor wenigen Wochen erhielten er und sein Bruder Dogan den Zuschlag für das «Bistro». Im Juli 2019 ist die Eröffnung geplant. Danach sei die Expansion vorläufig beendet und die Brüder wollen sich wieder dem Tagesgeschäft widmen, Dogan in der Küche und Güney bei den Gästen.

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