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Ein Verkehrsknoten für den lieben Nachbarn

Gemeinde-Advent Tag 1

Ein Verkehrsknoten für den lieben Nachbarn

An Weihnachten ist Kreativität gefragt: Was soll man bloss seiner Familie und seinen Freunden schenken? «Züriost» hat sich einer zusätzlichen Herausforderung angenommen und sich gefragt, was die Gemeinden aus der Region fürs nächste Jahr gebrauchen könnten. Heute mit Wangen-Brüttisellen.

Thomas
Bacher
Freitag, 30. November 2018, 09:24 Uhr Gemeinde-Advent Tag 1

Was soll man einer Gemeinde schenken, die schon alles hat? Zählen wir mal auf: Berge (na ja, in Wangen-Brüttisellen kann man die Berge zumindest sehen, also wenns grad nicht neblig ist), ein wunderschöner See (genau genommen ist der ein paar Kilometer entfernt, aber seien wir mal nicht so), ein tiefer Steuerfuss (auch wenn das niemanden interessiert), Einkaufsmöglichkeiten (Denner) und ganz viel Luft zum Atmen. Eben.

Deshalb wäre es für die Gemeinde das grösste Geschenk, wenn man ihr etwas wegnehmen würde. Und da gibt es tatsächlich etwas, das das Dorf beinahe täglich in ein schlechtes Licht rückt, und zwar in den Staumeldungen: das Brüttiseller Kreuz. Die Folge davon: Die ganze Schweiz assoziiert Wangen-Brüttisellen mit Verkehrschaos, irre langen Wartezeiten, Abgasen, Unfällen, nervigem Stop-and-go, Milliarden verlorener Arbeitsstunden mit kaum zu bezifferndem volkswirtschaftlichem Schaden.

Nach so vielen Jahren der Schmähungen ist es nun an der Zeit, dass Dietlikon mal übernimmt. Schliesslich profitiert der Nachbar seit jeher vom nahen Autobahnanschluss und generiert mit seinen Möbel- und sonstigen Grossverteilern selber ganz schön viel Verkehr. Das Ganze wäre dann voll Win-Win: Dietlikon bekommt nationale Berühmtheit – mal ehrlich, wenn man in Bern jemanden fragt, hey Alter, kennst du Dietlikon? Dann fragt der zurück: Was ist das? – und dazu eine respektable Erweiterung des Hoheitsgebiets (super erschlossen, bereits zubetoniert). Und Wangen-Brüttisellen wäre endlich sein Kreuz los, das es schon so lange mit sich rumschleppt.

Die Redaktion hat den entsprechenden Antrag bereits dem Christchindli zugeschickt. Sorry, Dietlikon. Und um zu demonstrieren, wie sich das später anhören wird, haben wir schon mal ein paar Staumeldung vom Dietliker Kreuz erstellt (Google Translator hat dabei ein wenig geholfen).

So klingt es heute:

So könnte es schon morgen klingen.

Aber eigentlich möchten wir alle ja diese Staumeldung hören:

Auch unsere russischen Freunde sollten gewarnt sein:

Und die Touristen aus der Türkei wollen wir auch nicht vergessen:

Hier noch für diejenigen, die in der Spielgruppe Frühchinesisch hatten:

Was würden Sie der Gemeinde schenken? Machen Sie einen Vorschlag!

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