×

Marcel Küpfer hält den Seuzemer «Rolli» sauber

Neue Vereinbarung zwischen Klub und Gemeinde ausstehend

Marcel Küpfer hält den Seuzemer «Rolli» sauber

Marcel Küpfer ist mit Herz und Seele Platzwart auf dem «Rolli». Seit rund 20 Jahren ist er bereits auf Seuzemer Sportplatz tätig. Doch ob der einzige Angestellte des FC Seuzach die Arbeit auch künftig noch machen darf, hängt von den Seuzemern ab.

Michael
Hotz
Donnerstag, 22. November 2018, 14:23 Uhr Neue Vereinbarung zwischen Klub und Gemeinde ausstehend

Er ist für jene Aufgaben zuständig, die viele Menschen nicht so gerne erledigen. Marcel Küpfer ist Platzwart des FC Seuzach, seit rund 20 Jahren – so genau weiss er es selber nicht mehr. Der Seuzemer ist unter anderem für stets saubere Garderoben zuständig. Vor allem vormittags ist hauptsächlich putzen angesagt.

«Es gibt immer etwas zu tun»

Um 7 Uhr beginnt der Arbeitstag von Marcel Küpfer. Zuerst werden die Trikots der ersten Mannschaft gewaschen, der Vorplatz gekehrt und die Böden der neun Garderoben gesaugt und feucht aufgenommen. Auch die WCs müssen geputzt und die Duschen gereinigt werden. Dann ist meistens Zeit fürs Mittagessen.

Nachmittags kümmert sich der Platzwart um die Aussenanlage. Er mäht die drei Rasenplätze und zieht den Kunstrasen ab, indem das Granulat wieder gleichmässig verteilt wird. Dazu kümmert er sich um einen ordentlichen Materialraum und pflegt die Umgebung. «Es gibt immer etwas zu tun», kommentiert der Seuzemer die Aufzählung seiner Pflichten. Die Gemeinde geht von rund 2800 Jahresstunden an Aufwand aus, was einem Volumen von 1,3 Stellen entspricht. Marcel Küpfer schafft das in einem 80-Prozent-Pensum. «Jetzt ist gerade kein Meisterschaftsbetrieb, da kann ich meine Überstunden etwas abbauen», sagt er dazu.

Während des Meisterschaftsbetriebs hält der Seuzemer die Garderoben sieben Tage die Woche sauber. (Foto: Michael Hotz)

Viele seiner Aufgaben sind eine wiederkehrende Anstrengung. Doch das stört Marcel Küpfer nicht – im Gegenteil. «Ich sehe immer gleich das Resultat meiner Arbeit. Eine saubere Garderobe ist einfach schön.» Daraus ziehe er die tägliche Motivation. Der Platzwart ist für eine harte Linie bekannt, was er auch zugibt. «Ich bin bezüglich Sauberkeit schon pingelig.» Wenn ein Junior ihn dennoch freudig mit «Hoi Mäse» begrüsst, spürt er darin die Anerkennung für seine Arbeit. «Ich bin zum Glück nicht immer der Buhmann.»

«Ich bin schon etwas nervös»

Ob er sein Herzblut weiter für den «Rolli» hingeben darf, hängt von einer neuen Vereinbarung zwischen Klub und Gemeinde ab, die den Betrieb und Unterhalt des «Rolli» regelt (siehe Box). Auf die Abstimmung angesprochen meint Marcel Küpfer: «Ich kenne den Tenor im Dorf nicht. Ich bin schon etwas nervös.»

Abstimmung über eine neue Vereinbarung

Die Fussballanlage Rolli gehört – mit Ausnahme des Kunstrasens und des neuen Klubhauses – der Gemeinde Seuzach. Für deren Betrieb und deren Unterhalt ist aber der FC Seuzach verantwortlich. Die Gemeinde trägt jährlich 90'000 Franken zu den Gesamtkosten von über 170'000 Franken bei. Dies ist so in einer Nutzungsvereinbarung zwischen Klub und Gemeinde geregelt, die nun Ende Jahr ausläuft. An der Gemeindeversammlung am 3. Dezember wird deshalb über eine neue, achtjährige Übereinkunft abgestimmt. Die Abgeltung soll auf 110'000 Franken pro Jahr erhöht werden, da man künftig von höheren Kosten ausgeht. Bei einer Ablehnung müsste die Gemeinde die Arbeiten übernehmen.

Kommentar schreiben

Kommentar senden