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Darum verzichtet Ueli Maurer auf eine Feier

Hinwiler Bundespräsident

Darum verzichtet Ueli Maurer auf eine Feier

Ueli Maurer (SVP) ist wie erwartet zum Bundespräsidenten gewählt worden. Auf seine Feier verzichtet er allerdings. Die SVP Hinwil bedauert das, plant aber keine Alternativfeier.

Xenia
Klaus
Montag, 19. November 2018, 19:47 Uhr Hinwiler Bundespräsident

Der Bundespräsident ist ein Hinwiler: Ueli Maurer (SVP) wurde von der Bundesversammlung zum Regierungschef für das Jahr 2019 gewählt. Im Normalfall wird eine solche Wahl im Heimatkanton und der Heimatgemeinde gefeiert. Trotzdem wird es in Hinwil keine Party geben: Ueli Maurer verzichtet darauf. Das berichteten der «Blick» und der «Tagesanzeiger» Mitte November übereinstimmend. Maurer begründete seinen Entscheid damit, dass er schon bei seiner ersten Wahl zum Bundespräsidenten 2012 gefeiert worden sei. Deshalb erachte er die Kosten für einen erneuten Empfang als nicht opportun.

«Der riesige Zirkus passt ihm jeweils nicht»

Roland Brändli, Präsident der SVP Hinwil

Der Verzicht von Maurer bedeutet für die Gemeinde eine Ersparnis von etwa 33‘300 Franken. Diesen Betrag gab Hinwil zumindest für die Feierlichkeiten 2012 aus. «Den Entscheid von Herrn Bundesrat Maurer respektieren wir natürlich», sagte Roger Winter, der Gemeindeschreiber von Hinwil, in einem Mitte November auf Züriost erschienen Artikel. Weiter will sich die Gemeinde nicht zu Ueli Maurers Entscheid äussern.

SVP Hinwil ist nicht überrascht

«Eine Feier wäre natürlich schön gewesen», sagte hingegen Roland Brändli, Präsident der SVP Hinwil, im selben Artikel. «Aber komplett überraschend kam der Entscheid nicht.» Maurer habe schon lange gesagt, dass er keine grossen Feierlichkeiten wünsche. «Der riesige Zirkus passt ihm jeweils nicht», sagt Brändli. Das sei in der SVP Hinwil bestens bekannt. Das sei wohl der Grund, dass er auf den Entschied des Bundesrates keine Reaktionen von der Parteibasis bekommen habe.

An das Fest von 2012 habe er gute Erinnerungen, sagt Brändli. «Damals war das ein kleines Volksfest, mit vielen Menschen an der Strasse und hervorragender Stimmung.» In seiner Funktion als Parteipräsident habe er auch dem Empfang im Landesmuseum Zürich beiwohnen können. «Das empfand ich als eine Ehre.»

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