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Crowdfunding-Projekt für ein Kulturkaffee in Winterthur Veltheim

Über die Hälfte ist bereits gesammelt

Crowdfunding-Projekt für ein Kulturkaffee in Winterthur Veltheim

Im Winterthurer Quartier Veltheim wünschen sich Anwohner ein Kulturkaffee. Via Crowdfunding sollen hierfür bis Ende November 20'000 Franken zusammenkommen. Ob das Projekt danach aber realisiert werden kann, ist noch unklar.

Christian
Saggese
Mittwoch, 14. November 2018, 10:52 Uhr Über die Hälfte ist bereits gesammelt

Im Rundbau der ehemaligen Volg-Weinkellereien in Veltheim soll ein Kultur- und Begegnungsraum entstehen. Dies wünschen sich einige Anwohner und haben für diese Idee eine Crowdfunding-Sammlung lanciert. Bis Ende November sollen so 20'000 Franken zusammenkommen, aktuell ist man bereits bei über der Hälfte.

Was anfangs wie eine hohe und undefinierte Summe klingt – schliesslich gibt es noch keine konkreten Baupläne – hat einen Hintergedanken, erläutert Sabine Thommen, Präsidentin der Interessengemeinschaft: «Wir von der IG sind überzeugt, dass ein neuer Kultur- und Begegnungsraum für unser Quartier einen bedeutenden und erwünschten Mehrwert bringen würde. Ob diese Vision aber genug Rückhalt in Veltheim hat, wollen wir anhand des Crowdfundings herausfinden. Unser Wunsch wäre, dass 1000 der rund 8000 Veltemer 20 Franken investieren und damit ein Zeichen setzen, dass wir die Projektidee vorantreiben sollen.»

Den sozialen Austausch fördern

Sabine Thommen lebt seit zehn Jahren im grünen Quartier. «Obwohl ich Välte als sehr lebenswert empfinde, fehlt mir ein Treffpunkt, wo man sich niederschwellig austauschen kann.» Einerseits wolle man mit dem Kulturkaffee die Vernetzung im Quartier fördern und dadurch den Kontakt der Nachbarschaft stärken. Andererseits soll es eine Plattform für Künstler und zum Wissensaustausch bieten. «In erster Linie natürlich für Veltemer, ist das Projekt doch als Quartiertreff zu verstehen.» Dass man diese Bühne aber auch für weitere Winterthurer öffne sei generell nicht ausgeschlossen, aber eben nicht das prioritäre Ziel.

Stadt unterstützt Vorhaben

Sollten die Veltemer das Kulturkaffee unterstützen, stehen die Chancen für eine Realisierung nicht schlecht. Zumindest hat der Winterthurer Stadtrat anlässlich der Veltemer Landsgemeinde vom 25. Oktober die Unterstützung bei den Verhandlungen mit der Bauherrschaft zugesichert. «Das Projekt wird vom Stadtrat bei entsprechender Konzeptausarbeitung als potenziell geeignet für eine Geldentnahme aus dem Luziak-Weilenmann-Fonds eingestuft», geht Sabine Thommen ins Detail.

«Das Gebäude ist charakteristisch für unser Quartier und es wäre daher begrüssenswert, wenn es für die Bevölkerung zugänglich gemacht wird.»

Der Bauherrschaft selbst habe sie die Projektidee als Privatperson im November 2017 vorgestellt. «Dies in der Hoffnung dass diese Art Raum möglicherweise auch für die neu entstehenden 122 Wohnungen der Überbauung ‹Zur Weinlese› als Mehrwert im Sinne eines Gemeinschaftsraumes gesehen wird.» Bisher gäbe es seitens Bauherrschaft aber keine Zusage. «Das Projekt wird lediglich zur Kenntnis genommen.»

Sollte das Crowdfunding erfolgreich sein, werde man das Konzept vertieft ausarbeiten und danach nochmals das Gespräch mit der Bauherrschaft suchen.

Alternativplan für das Geld

Wäre für die Initianten auch eine andere Lokalität eine Option? Momentan konzentriere man sich einzig auf das Rundhaus. Thommen: «Die Vision hat sich in diesem einzigartigen, runden Bau der ehemaligen Volg-Weinkellereien manifestiert. Die Atmosphäre des hohen Raumes und seine Lage angrenzend an den neu entstehenden Ruhtalplatz sind wie geschaffen für dieses Vorhaben. Zudem handelt es sich um ein Gebäude, das charakteristisch für die Geschichte unseres Quartiers ist und es wäre daher begrüssenswert, wenn es für die Bevölkerung zugänglich gemacht werden könnte.»

Falls das Kulturkaffee trotz erfolgreichem Crowdfunding nicht realisiert werden kann, «wird das Geld dem ‹Wolfi› für die dringend benötigte Renovation der Restaurantküche zur Verfügung gestellt.»

Mehr Infos/Crowdfunding:
www.kulturkaffeeimrundbau.ch

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