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Diese Bücher stehen in den Regalen der Stadträte

Illnau-Effretikon

Diese Bücher stehen in den Regalen der Stadträte

Am Samstag stellen die Illnau-Effretiker Stadträte ihre Lieblingsbücher in der Bibliothek Effretikon vor. Welche Bücher das sind, soll noch nicht verraten werden. Die Redaktion stellt erste Mutmassungen an.

Redaktion
Züriost
Freitag, 09. November 2018, 07:39 Uhr Illnau-Effretikon
In der Bibliothek im Stadthaus Illnau-Effretikon präsentieren die Stadträte die Perlen aus ihren Bücherregalen.
PD

Jahresrechnungen, Bauprojekte, Parlamentsgeschäfte: Gelesen wird im Illnau-Effretiker Stadthaus so einiges. So abwechslungsreich und packend wie am kommenden Samstag dürfte die Lektüre jedoch selten sein: Illnau-Effretikons Honoratioren stellen ihre Lieblingsbücher vor. Bereits vor acht Jahren führte die Bibliothek Effretikon eine Lesung mit den Stadträten durch. Da sich die Veranstaltung in der Bevölkerung grosser Beliebtheit erfreute, soll sie nun eine Neuauflage erfahren.

Sechs der insgesamt sieben Stadträte werden mit je einem Buch teilnehmen. Im Vorfeld verraten wollten die Lesenden nicht zu viel. Zu einem kleinen Hinweis gegenüber der Regio-Redaktion haben sich Herr und Frau Stadtrat dennoch hinreissen lassen. Welche Vermutungen die Redaktion zu den Lektürevorlieben der Stadträte angestellt hat, lesen Sie in den Boxen.

Ueli Müller (SP):

«Ich stelle die Übersetzung eines Romanwerkes aus einem Nachbarland vor», sagt der Stadtpräsident.

Tipp der Redaktion: Als Historiker, der kontroverse Themen nicht scheut, dürfte Müller sich für «Unterwerfung» von Michel Houellebecq entschieden haben: Das Werk behandelt kritische Fragen zum Verhältnis von Orient, Okzident, Judentum, Islam und Christentum im Zuge der französischen Präsidentschaftswahlen.

 

Salome Wyss (SP)

Es handelt sich um einen Thriller eines bekannten amerikanischen Autoren mit einem für mich unerwarteten Ende», sagt die Sicherheitsvorsteherin.

Tipp der Redaktion: Es könnte sich um «Die Terranauten» von T.C. Boyle handeln. Darin wollen Wissenschaftler mittels einer Glaskuppel das Leben nachbilden. Jahrelang dürfen die Probanden ihr Terrarium nicht verlassen. Missgunst und Rivalität sind die Folgen.

 

Erik Schmausser (GLP):

«Ich verrate nur soviel: Es ist ein Buch, in dem die Kyburg der hauptsächliche Ort der Handlung ist», so der Tiefbauvorstand.

Tipp der Redaktion: Kyburg ist ein Ort der Geschichte. Vor rund 800 Jahren belebten Grafen und anderweitig adlige Herrschaften die Flur. Sie entstammten dem Donaugebiet, aber ihr primärer Wirkungskreis sollte die Kyburg werden: «Die Grafen von Kyburg», eine Adelsgeschichte von Peter Niederhäuser?

 

Marco Nuzzi (FDP):

«Das von mir ausgewählte Buch ist ein autobiographischer Roman aus der Feder eines Schweizer Schriftstellers und handelt von Familiendrama und Staatspolitik», lautet der Hinweis des Hochbauvorstandes.

Tipp der Redaktion: Gemeint sein könnte der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann. Dessen Vater war Bundespräsident, der Bruder verstarb früh. Ihre Vita hat Hürlimann zu seinem ersten Roman inspiriert: «Der grosse Kater».

 

Erika Klossner-Locher (FDP):

Die Schulpräsidentin: «Ein Psychiater schreibt spannende Belletristik oder ist es ein Krimi, der einem eine Schweizer Bergregion intensiv erleben lässt?»

Tipp der Redaktion: Schreibende Psychiater gibt es nicht wenige. Als begeisterte Berggängerin könnte sich Klossner-Locher für den Krimi-Autoren Kaspar Wolfensberger entschieden haben. In seinen neusten Büchern spielen die Walliser Alpen eine nicht unwichtige Rolle.

 

Philipp Wespi (FDP):

«In meinem Buch geht es um Effretikon und darum, dass am Schluss alle als Verlierer von der Bühne abtreten.»

Tipp der Redaktion: Eine Anspielung auf die bevorstehende Richtplan-Abstimmung? Mitnichten. Tatsächlich scheint der Gralshüter von Budgets und Jahresrechnungen den Blick in die Kristallkugel besser zu beherrschen als die Regio-Redaktoren. Finanzvorstand Wespi wird am Samstag alle überraschen.

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