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Grüne beantragen Streichung der Deponie

Im Tägernauer Holz

Grüne beantragen Streichung der Deponie

Mit dem Kommissionsentscheid, die ohnehin geplante Deponie im Tägernauer Holz zu vergrössern, sind die Grünen des Kantons Zürich alles andere als einverstanden. Sie werden im Kantonsrat die Streichung der Deponie vom Richtplan beantragen, wie sie mitteilen.

Redaktion
Züriost
Freitag, 02. November 2018, 13:44 Uhr Im Tägernauer Holz
Deponie Tagernauer Holz
Gossau
Bloss keine Deponie hier: Die Grünen wollen die Streichung vom Richtplan beantragen.
Archiv

Die Grünen des Kantons Zürich kündigen einen Antrag zur Streichung des Deponiestandorts im Tägernauerholz an. In einer Mitteilung bezeichnen sie den Standort als falsch und ungeeignet. Für die Deponie müssten 100'000 Quadratmeter an gesundem Buchenwald gefällt werden.

Beim Tägernauerholz handle es sich um eines der grössten Waldstücke im Zürcher Oberland. Der Waldmeister-Buchenwald werde bereits durch die Forchautostrasse durchtrennt. Die Sünden der 70 Jahre dürfe man nicht noch einmal wiederholen, schreiben die Grünen. Die 100'000 Quadratmeter des Waldes, die geopfert würden, entsprächen 14 Fussballfeldern, wobei 7000 Bäume gefällt werden müssten.
«Für die Restschlacke aus der Aufbereitungsanlage in Hinwil muss ein besserer Deponie-Standort gefunden werden.» Dabei müsse sich der Kanton weiterhin in erster Linie auf die Abfallvermeidung konzentrieren.

Das Feigenblatt
 
Die Grünen finden, der Kanton mache es sich mit dem Standort Tägernauerholz einfach. «Weil sich der Wald in Kantonsbesitz befinden, lässt sich eine Deponie für den Kanton darin leichter realisieren.» Die Region solle nun damit besänftigt werden, dass das Deponievolumen nicht auf einmal, sondern in Etappen ausgehoben und genutzt werden solle. «Da dies ohnehin eine gängige Praxis ist, die Regenerierung des Waldes aber gut 100 Jahre beansprucht, ist der Etappierungsantrag nicht mehr als ein Feigenblatt.» Dasselbe gelte für den Antrag zur Erschliessung der Deponie über die Forchautostrasse: «Auch das war nicht anders vorgesehen.»

Die Region zwischen Gossau und Egg sei mit weiteren vier eingetragenen Deponien, von denen heute zwei in Betrieb sind, bereits übermässig belastet. «Das Gebiet darf nicht zur Müllhalde des Kantons werden.» (zo)

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