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Schwerzenbacher Konzern streicht Stellen

Meier Tobler schliesst Keramikland

Der Badezimmerausstatter Keramikland AG soll geschlossen werden. Das teilt der Schwerzenbacher Konzern Meier Tobler heute mit. 46 Arbeitsplätze, die über die ganze Schweiz verteilt sind, werden gestrichen. Meier Tobler erhofft sich, dass die Schliessung hilft, das Konzernergebnis zu stabilisieren.

Laura
Cassani
Freitag, 26. Oktober 2018, 09:25 Uhr Schwerzenbacher Konzern streicht Stellen
Meier Tobler schliesst Keramikland AG: Bald werden keine Badezimmerausstattungen mehr verkauft.
Symbolbild: midascode/pixabay

Seit der Fusion der Walter Meier AG mit der Tobler Haustechnik AG Anfang Jahr läuft es beim neu gegründeten Klimatechnikkonzern Meier Tobler nicht rund. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 einen Konzernverlust von über 7 Millionen Franken. In der Folge kam es zu Personalwechseln in der Konzern- und Geschäftsleitung, ein neuer Finanzchef wurde eingesetzt. Man habe den Markt zu positiv eingeschätzt und den Preisdruck unterschätzt, gestand CEO Martin Kaufmann anlässlich einer Medienkonferenz im August ein.

Nun schliesst Meier Tobler den Betrieb der Keramikland AG. In einer Medienmitteilung heisst es, das Geschäft mit der Badezimmerausstattung liefere seit einiger Zeit «einen negativen Beitrag zum Konzernergebnis». Meier Tobler wolle sich auf das Kerngeschäft mit technischer Gebäudeausrüstung konzentrieren.

Kein Stellenabbau in Schwerzenbach

Von der Schliessung der Keramikland AG sind 46 Arbeitsstellen an den Ausstellungsstandorten in Cham, Chur, Huttwil und Zürich betroffen. Am Firmensitz der Meier Tobler in Schwerzenbach kommt es zu keinen Streichungen. Der Stellenabbau solle «möglichst sozialverträglich» erfolgen, schreibt der Konzern. Die laufenden Aufträge der Keramikland AG würden noch ausgeführt.

Die Schliessung des Badezimmerausstatters und der damit einhergehende Stellenabbau werden den Konzerngewinn für das laufende Jahr belasten – «im niedrigen einstelligen Millionenbereich», wie das Unternehmen schreibt. Ab 2019 soll die Betriebsschliessung aber einen positiven Effekt auf das Resultat des Konzerns haben.

 

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