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«Eine Autobiografie ist eine Reise zu sich selbst»

Hanna Meister in der Alten Kaserne Winterthur

«Eine Autobiografie ist eine Reise zu sich selbst»

Hanna Meister aus Winterthur hat im Rahmen des Schreibprojekts von Edition Unik eine Autobiografie verfasst. Weshalb sich das lohnt und welchen ersten Schritt sie beim Schreiben über das eigene Leben empfiehlt, sagt sie im Kurzinterview. Am 29. September diskutiert und liest sie zudem in der Alten Kaserne Winterthur.

Tina
Schöni
Montag, 24. September 2018, 17:03 Uhr Hanna Meister in der Alten Kaserne Winterthur

Was bedeutet es, über das eigene Leben zu schreiben? Hanna Meister gibt am Samstag, 29. September, ab 17 Uhr in der Alten Kaserne in Winterthur auf diese und ähnliche Fragen Auskunft und liest aus ihrer Autobiografie. Die Winterthurerin hat ihr eigenes Leben im Rahmen eines Schreibprojekts der «Edition Unik» kürzlich aufgearbeitet und niedergeschrieben. Welche Umstände und Begegnungen das Leben von Hanna Meister prägten, sind in ihrem Buch «Spurrillen» nachzulesen.

Mehr Informationen zum Thema und Anmeldemöglichkeit für das nächste Schreibprojekt von Edition Unik finden Sie hier.

Welchen ersten Schritt empfehlen Sie Menschen, die über das eigene Leben schreiben möchten?
Hanna Meister: Ich empfehle allen, sich einem Schreibprojekt anzuschliessen. Ich tat das beispielsweise bei der Edition Unik. Dort wurde mir Unterstützung und ein Rahmen beim Schreibprozess angeboten, der sehr hilfreich war und die Fertigstellung meines eigenen biografischen Buches gewährleistete. Sehr bereichernd bei diesem Projekt war auch der Austausch mit anderen Autorinnen und Autoren.

Warum soll man Ihrer Meinung nach eine Autobiografie schreiben?
Autobiografisch schreiben kann eine wunderbare Erfahrung und auch eine Art Reinigung sein. Ausserdem können wir unsere Erinnerungen für unsere Kinder und Enkel aufschreiben. Sie werden es schätzen und sich darüber freuen. Eine Autobiografie ist eine Reise zu sich selbst, bei der sich etwas verändert.

Was meinen Sie damit?
Es ist so, als betrachte man seinen Lebensweg von oben her als eine Art Landschaft und mit einem vertieften Empfinden für die Beziehungen. Wir sehen alles etwas deutlicher. So ergeben sich im Rückblick etwa Bilder und Gedanken.

Selbstporträt von Hanna Meister:
Ich war ein «Urlaubskind», das heisst, ein Kind, das 1941 bei einem Urlaub meines Vaters, der während seines Aktivdienstes an der Grenze wochenlang nicht nach Hause konnte, ungewollt entstanden ist. Es waren schon drei grosse Buben da und meine Mutter hätte auf keinen Fall ein weiteres Kind haben wollen. Dieser Umstand prägt unsere Beziehung. Ich wurde Buchhändlerin, heiratet sehr früh und wurde Mutter von drei Kindern. Während der Familienphase machte ich eine Zweitausbildung als Sozialpädagogin und Zusatzausbildungen im therapeutischen Bereich. Bis zur Pensionierung arbeitete ich beim Frauenbund Zürich und Winterthur auf der Frauenberatungsstelle. Jetzt mache ich noch Freiwilligenarbeit und geniesse meine Enkelkinder.

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