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In der Röhre einen Film schauen

Neues MRI im Spital Uster

In der Röhre einen Film schauen

Das Spital Uster hat ein neues MRI-Gerät. Für die Patienten gibt es mehr Platz in der Röhre und die Möglichkeit, während der Untersuchung ein Video anzuschauen.

David
Marti
Donnerstag, 13. September 2018, 08:15 Uhr Neues MRI im Spital Uster
Die Patienten können im neuen MRI-Gerät im Spital Uster Filme schauen.
PD

Wer den Ablauf einer Magnetresonanztomographie (MRI) schon mal durchgemacht hat, kennt die engen Röhren, die zur Bilderfassung des ganzen Körpers dienen. Bisher war das für die meisten Patienten keine angenehme Sache, für solche mit Platzangst schlicht der Horror.

Nun soll das ein wenig anders sein. Zumindest verspricht das Spital Uster den Patienten mehr Komfort bei der Untersuchung. Dafür sorge das neue MRI-Gerät mit breiterer Scanner-Öffnung, das ab sofort in Betrieb ist. «Der Durchmesser von 70 cm ist deutlich breiter als bei älteren Geräten», schreibt das Spital in einer Mitteilung. Dadurch entstehe bei den Patienten nicht der Eindruck, dass sie sich innerhalb eines Untersuchungstunnels befänden. Über das Kommunikationssystem könnten die Patienten zudem den Verlauf der Untersuchung mitverfolgen. «Eine Neuheit ist die Möglichkeit während der MRI-Untersuchung ein Video zu schauen», teilt das Spital mit. Dies sei über die Rückenlage mittels eines Spiegels möglich. Der Ton wird währenddessen über Kopfhörer vermittelt.

Weniger Helium nötig

Auch die Technologie hat sich gemäss Spital verbessert: «Um das Gerät zu kühlen, benötigt dieses MRI lediglich sieben Liter Helium entgegen der herkömmlichen 1500 Liter Kühlflüssigkeit.» Der Betreiber sei dadurch nicht mehr von dem knappen Rohstoff Helium abhängig. Effizienter sei auch der Betrieb des Gerätes. «Dieses verfügt über die neusten Aufnahmesequenzen, die zum Beispiel die Dauer einer MRI-Knieuntersuchung um bis zu 40 Prozent verkürzen.» Auch 3D-Bilder von Gelenken seien jetzt möglich, schreibt das Spital.

Das Gerät steht im neu eröffneten Medizinischen Diagnose Zentrum des Spitals Uster. «Mit der Eröffnung eines weiteren Standorts ausserhalb des Spitals können nun ambulante Patientinnen und Patienten zeitnah und schneller untersucht werden», sagt Andreas Steinauer, Chefarzt Radiologie im Spital Uster.

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