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«DSDS»-Casting in Winterthur

«Ich will Sängerin werden»

«Deutschland sucht den Superstar» lud diesen Freitagnachmittag zum Casting in Winterthur. Frauen und Männer liessen sich diese Chance nicht entgehen. Dieter Bohlens TV-Sendung gilt schliesslich als gutes Sprungbrett, um in der Musikbranche Fuss zu Fassen.

Tina
Schöni
Freitag, 31. August 2018, 20:32 Uhr «DSDS»-Casting in Winterthur

Kommt der nächste Superstar aus Winterthur? Das wird sich in der 16. Staffel von Dieter Bohlens Erfolgssendung «Deutschland sucht den Superstar» – kurz «DSDS» – bald zeigen. Mit dem Truck tourt das Sendeteam derzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz umher. Ein Casting stand an diesem Freitagnachmittag auf dem Neumarkt in Winterthur an – allerdings noch ohne die bekannten Jury-Mitglieder.

Gegen 14 Uhr hat sich in der Altstadt vor dem Casting-Bus eine kleine Menschentraube gebildet. Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 30 Jahren warteten geduldig in der Schlange, bis sie der Jury vorsingen durften.

Feedback steht im Vordergrund

Die 19-jährige Angelina Statnic aus Winterthur hat sich spontan entschlossen vorbeizukommen. «Mein Traum ist es, Sängerin zu werden», sagt die 19-Jährige bestimmt, die von ihrer Freundin Michelle Burgherr begleitet wird. Mit Liedern von Amy Winehouse will sie die Jury überzeugen. Vom «DSDS»-Casting erhoffe sie sich aber vor allem, ein ehrliches Feedback von der Jury zu erhalten. «Ob ich Superstar werde, ist nicht von zentraler Bedeutung. Ich will es einfach nicht unversucht lassen», sagt sie.

«Ob ich Superstar werde, ist nicht von zentraler Bedeutung.»

Angelina Statnic, Winterthur

Video: Simon Grässle

Gleiches dachte sich auch die 28-jährige Celmira Da Silva Martins, geboren in Seuzach. «Vor drei Stunden beschloss ich, es einfach einmal auszuprobieren», erklärte sie sogleich. Seit mehr als fünf Jahren singt sie in einer Band, vorzugsweise zu Soul- und Jazz-Musik. Nervös vor dem Auftritt sei sie nicht wirklich. «Ich bin einfach gespannt auf die Rückmeldung. Wenn ich tatsächlich weiterkommen sollte, lache ich lautstark los», so die 28-Jährige schmunzelnd.

«Ich rechne nicht damit, dass ich weiterkomme.»

David Beer, Zürich

Länger vorbereitet hat sich der 18-jährige David Beer aus Zürich. Die Teilnahme am Casting habe er sich vor geraumer Zeit fest vorgenommen. Grosse Erwartungen habe er nicht. «Ich rechne auch nicht unbedingt damit, dass ich weiterkomme. Wenn, dann wäre ich sehr überrascht», sagt er bescheiden. Der 18-Jährige erhofft sich stattdessen eine ehrliche Kritik von der Jury. Damit er nicht allzu nervös vor seinem Auftritt ist, hat er auf Begleitung verzichtet.

«DSDS» als Sprungbrett nutzen

Nach einer guten Dreiviertelstunde kommen die ersten Casting-Teilnehmer aus dem «DSDS»-Truck. Für Cyrill Arnet (24) aus Weiningen hat es nicht gereicht. Dafür sei mitunter seine mangelnde Bühnenpräsenz schuld gewesen. «Das macht aber nichts», sagt er. Sein Kindheitstraum sei es zwar, Sänger zu werden, aber der Spass an der Teilnahme habe im Vordergrund gestanden. «Ausserdem wollte ich mich überwinden, vor einer Jury aufzutreten.»

«Auch wenn ich rausfallen werde, mache ich das nächste Mal wieder mit.»

Diego Daniele, Zürich

Gereicht hat es hingegen für Diego Daniele (26) aus Zürich. Der «DSDS»-Jury war er kein Unbekannter. Schon bei der 14. Staffel war er bis zum Recall dabei, schied dann aber aus. «Ich wollte schon immer bei ˓DSDS˒ mitmachen», erzählt er. Die Show sei ein gutes Sprungbrett, um in der Musikbranche Fuss zu fassen. Wie weit es für den selbstständigen Automechaniker aus Zürich diesmal reichen wird, wird sich zeigen. «Aber selbst wenn ich rausfallen werde, mache ich das nächste Mal wieder mit.» Unterkriegen lasse er sich nicht. «Ich kann ja daraus nur lernen.»

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