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Mönchaltorfer Schützin trifft Federer

Das Paten-Prinzip mit den Schweizer Sporttalenten

Mönchaltorfer Schützin trifft Federer

Athleten mit einer Swiss Olympic Talents Card werden im Rahmen einer Sporthilfe-Patenschaft unterstützt. 50 davon kommen aus der Region.

David
Schweizer
Freitag, 06. April 2018, 21:50 Uhr Das Paten-Prinzip mit den Schweizer Sporttalenten
Die Mönchaltorfer Schützin Lisa Suremann wird von der Roger Federer Foundation unterstützt. (Foto: Swissshooting)

Ihr Talent zeigte Schützin Lisa Suremann erst jüngst an den Schweizer Meisterschaften in Bern, als sie den U-21-Titel mit dem Gewehr über die 10-Meter-Distanz holte. Die 18-Jährige aus Mönchaltorf ist eine von 50 Patenathleten aus der Region, die jährlich mit 2000 Franken unterstützt werden.

Und Suremann hat einen prominenten Förderer: Roger Federer. Seine Stiftung unterstützt jährlich 40 talentierte junge Sportler. Vier davon kommen aus der Region – und eine davon ist Suremann. Für sie dürfte schon bald ein Traum in Erfüllung gehen. In Kürze wird der Tennis-Star nämlich in Zürich weilen und dann seine Patenathleten treffen.

Hier gehts zum Hauptartikel «Die grosse Förderin im Hintergrund» >>

50 der fast 1000 Patenathleten mit einer Talents Card der Schweizer Sporthilfe kommen derzeit aus der Region. Ihre Gönner sind zumeist Stiftungen, private Personen oder Unternehmungen. Gleich je fünf Talente aus der Umgebung wurden von der SBB und McDonalds unter ihre Fittiche genommen. Die Kriterien der Förderer sind unterschiedlich. Der Fastfood-Kette aus den USA wünscht beispielsweise Sportler, die in der Nähe der entsprechenden Filiale leben. Ein anderer Pate wiederum, die Fritz-Gerber-Stiftung, wechselt spätestens alle zwei  Jahre den Athleten.

19 Oberländer suchen noch

Über die Hälfte aller Talente ­haben für dieses Jahr schweizweit bereits einen Paten gefunden. Im Oberland sind derzeit
19 Sportler noch auf der Suche. Doch wie werden sie fündig? «Wir empfehlen ihnen eine aktive Kommunikation. Wir stellen ihnen auch Web-Banner her, welche die Athleten für ihre Kanäle nutzen können», sagt Elena Hartmann, Patenschaft-Verantwortlich bei der Schweizer Sporthilfe.

Die Voraussetzung, um als sogenannter Patenathlet gefördert zu werden, ist eine nationale Talentcard. Den Entscheid, wer eine erhält, fällt der jeweilige Sportarten-Verband und Swiss Olympic. Besonders ist, dass auch seit 2015 Mannschaftssportler von einer Sporthilfe-Patenschaft profitieren. Dies jedoch nur von den Sportarten, welche Mitglieder von Swiss Olympic sind und über ein Nachwuchsförderkonzept verfügen. (dsc)

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