×

Mit dem «Wagi-Tram» geht ein Stück Heimgeschichte

Mit dem «Wagi-Tram» geht ein Stück Heimgeschichte

Nach 33 Jahren auf dem Ustermer Wagerenhof-Areal geht das «Wagi-Tram» zurück nach Zürich – mit ungewisser Zukunft. Die Person, die es am meisten vermisst hätte, lebt heute aber nicht mehr.

Dienstag, 15. Dezember 2015, 19:57 Uhr

Die fünf Männer müssen grosses Vertrauen in ihren Kranführer haben. In aller Seelenruhe stehen sie abwartend nebem dem Auflieger, während über ihren Köpfen immerhin eine 15-Tonnen-Tram schwebt. Ganz vorsichtig, beinahe zart, dirigieren sie die Fracht auf den Lastwagen. Fast scheint es, als könnten sie die Tram auch auf vier Biergläser stellen – wenn es denn die Sendung Wetten-dass noch gäbe. Restauration geplant Gestern morgen um zehn Uhr hiess es am Wagerenhof Abschied nehmen vom «Wagi-Tram». Viele Bewohner der Stiftung für Menschen mit Behinderung machten kurz Pause, kamen trotz der Kälte auf den Hof und beobachteten das Schauspiel. 33 Jahre lang hatte die Tram vor der Einrichtung gestanden, gestern nun ging es über die Autobahn zum Tram-Museum in Zürich. Im besten Fall kann sie dort restauriert werden und wieder auf die Gleise gesetzt werden, ansonsten kann «das gute Stück», wie es von vielen genannt wird, immerhin noch als Ersatzteillager für ein anderes Tram dienen. Doch René Beyer vom Verein Tram-Museum zeigt sich optimistisch: «Das sieht doch noch super aus. Das kriegen wir bestimmt wieder auf die Gleise.» Dabei ist das Tram zuvor schon 34 Jahre lang gefahren und hat mehr als 1,5 Millionen Kilometer abgespult. Mehr dazu lesen Sie im ZO/AvU vom Mittwoch, 16. Dezember 2015.

Kommentar schreiben

Kommentar senden