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Swiss-Leaders-Senioren lassen sich über Wundheilung informieren

Man sieht Seniorinnen und Senioren in Rüti in einem Restaurant sitzen, die sich einen Vortrag über Wundheilung anhören.
Jetzt über Wundheilung informieren. (Foto: PD)
Leserbeitrag

Am Donnerstag, 10. Novermber fanden sich 29 interessierte Mitglieder und fünf Gäste von Swiss-Leaders Zürcher-Oberland zu einem äusserst interessanten und informativen Vortrag über Wundheilung im Restaurant Tobel, Tann Rüti ein.

Frau Barbara Cobbaert, dipl. Pflegefachfrau und Wundexpertin führt seit zehn Jahren eine eigene Praxis für Wundbehandlung und Fusspflege in Wallisellen. Vor 20 Jahren absolvierte sie eine Ausbildung zur Wundexpertin und später zur Podologin bei Diabetikern. Auch Verbandsmaterialien lernte sie als Aussendienstmitarbeiterin vertieft kennen.

Die Heilung von Wunden, Wundauflagen sowie neue Erkenntnisse und Entwicklungen sind für Frau Cobbaert nicht nur ein Beruf, sondern sozusagen zum Hobby geworden. Eine saubere Wunde sollte in drei Wochen abgeheilt sein (primäre Wundheilung). Ist dies nicht der Fall und dauert die Wundheilung länger als acht Wochen, spricht man von einer chronischen Wunde (sekundäre Wundheilung).

Jetzt beginnt die Ursachenforschung. Wie entstand die Wunde? Warum heilt diese trotz entsprechender Therapie nicht? Durchblutungs- sowie Stoffwechselstörungen verhindern die Wundheilung. Eine Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen in das Körpergewebe ist nur begrenzt möglich. Faktoren, die die Wundheilung beeinträchtigen, werden weiterhin erforscht und berücksichtigt. Diese können sein: 

  • Lebensumstände, zum Beispiel Druckstellen am Körper durch mangelnde Bewegung, Abhängigkeit vom Rollstuhl, Liegetrauma nach einem Sturz oder unsaubere Wunden nach Unfällen
  • Eine Wundheilung kann mit dem Alter langsamer verlaufen
  • Die Qualität der Ernährung ist oft mangelhaft und wird sehr unterschätzt, Proteine, Spurenelemente oder Vitamine fehlen
  • Begleiterkrankungen wie beispielsweise Arterielle und venöse Durchblutungsstörungen (offen Unterschenkel), Diabetes (mit Druckgeschwüren an den Füssen durch Sensibilitätsstörungen und eingewachsenen Fussnägeln)
  • Anämie
  • Medikamente (Cortison, Zytostatika und Blutverdünner verlangsamen die Zellteilung)
  • psychische Faktoren, Patienten kommen gerne zur Therapie, sei es für ein Gespräch oder für den sozialen Kontakt
  • Lokalisation (Leiste, Gesäss) Bakterien können leicht in die Wunde eindringen

Die Wundexpertin fördert mit den entsprechenden Massnahmen die Wundheilung. Mit der Beseitigung der Ursachen, der Verbesserung der Ernährung, der richtigen Auswahl der Wundauflagen sowie der Häufigkeit des Verbandswechsels trägt sie zur Gesundung des Gewebes bei. Die Wunden sollten dann bald rosig, trocken und geschlossen sein. Die Edukation ist das zentrale Mittel, um die Wunden in den Griff zu bekommen. Die Patienten kennen die Ursachen der Wundheilungsstörung, kontrollieren laufend die gefährdeten Stellen und melden sich bei Veränderung rechtzeitig beim Arzt oder bei der Wundexpertin.

Nicht nur die Zeit heilt alle Wunden. Der Präsident Ugo Pasquon bedankt sich bei Frau Cobbaert für den sehr interessanten und lehrreichen Vortrag. Wie üblich gab er auch noch die November-Geburtstag der Kolleginnen und Kollegen bekannt. Abschliessend machte er auf den Dezember-Anlass, die Jahresend- und Jubilarenfeier, aufmerksam. Die Einladung dazu wird in den nächsten Tagen verschickt. Der Vorstand freut sich auf zahlreiche Anmeldungen.

www.swissleaders.ch

Ort:
8630 Rüti