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Eindrückliches Konzert beginnt mit Schweigeminute für Kriegsopfer

Konzert im Gedenken an die Kriegsopfer.
Die Kantorei Zürcher Oberland berührte am vergangen Wochenende das Kirchenpublikum. (Foto: Kantorei ZO)
Leserbeitrag

Vor voller Kirche in Pfäffikon und ebenso begeistertem Publikum in Hinwil führte die Kantorei Zürcher Oberland, unter der souveränen Leitung von Luzius Appenzeller, mit dem Orchester Collegium Cantorum, am vergangenen Wochenende Haydn’s berühmtes Oratorium «Die Schöpfung» auf.

Nach einer Stille im Gedenken an all das unsägliche Leid, das die Aggression gegen die Ukraine bewirkt, spielte das Orchester die Ouvertüre des grossartigen Werkes so feinfühlig und eindringlich, dass man denken konnte, Haydn habe sie genau dafür komponiert.

Und auch später, als der sichere Chor andächtig oder jubelnd die neu entstehende Welt besang, trug man wohl weiter den tiefen Wunsch im Herzen, dass alles Böse und Zerstörende endlich ein Ende nehmen möge.

«Singt dem Herrn, alle Stimmen!»

Eindrücklich, wie einem Haydn die Entstehung von Himmel, der Erde und den verschiedensten Tieren mit entsprechenden Klängen bildlich vor Augen führt und wie überzeugend die Solisten Marcus Niedermeyr, David Munderloh und Anna Gitschthaler bis hin zum beglückenden Liebesgurren der Tauben diese Vorgaben umsetzten.

Auch wenn dann glücklicherweise die freudevolle Unterordnung Eva’s unter ihren Adam für unsere Ohren schon sehr befremdlich klingt, will uns die Botschaft des Werkes, all die Schönheiten und Freuden der Natur und des Lebens dankbar als Geschenk des Schöpfers zu betrachten, neu erreichen.

Das Frühlingskonzert der Kantorei Zürcher Oberland berührte ebenso wie es erfreute und gab hoffentlich auch Kraft, der Verletzung von Menschen und der Gefährdung allen Lebens und der wunderbaren Natur wo immer möglich Einhalt zu gebieten. 

www.kantorei-zo.ch

Ort:
8620 Wetzikon