×

Sich verteidigen lernen mit Ju-Jitsu-Nationaltrainer persönlich

Michel van Rijt bietet Kurse im Judo Club Uster an. (Foto: PD)
Leserbeitrag

Seit Sommer 2021 wohnt Ju Jitsu Nationaltrainer Michel van Rijt in Uster. Er hat in seiner Karriere bereits die Griechische und die Kasachische Nationalmannschaft im Ju-Jitsu betreut hat. Neben der Betreuung der Schweizer Equipe möchte Michel seinen Spass und seine Leidenschaft am Kampfsport auch Jugendlichen vermitteln. Dafür bietet Michel van Rijt extra jeden Dienstag um 18.15 Uhr einen neuen Ju-Jitsu-Kurs für Jugendliche im Judo Club Uster an. Mädchen und Jungs ab zwölf Jahren sind herzlich eingeladen, um einmal reinzuschnuppern – auch ohne Voranmeldung.

Michel van Rijt, willkommen in Uster. Wie gefällt es dir hier im Oberland?

Vielen Dank für den herzlichen Empfang. Mir gefällt Uster. Es ist alles sehr freundlich, die Leute sind nett, die Natur wunderschön und die Umgebung friedlich. Und trotzdem sind wir in der Nähe von Grossstädten wie Zürich. Für mich hat Uster im Moment alles, was ich will.

Was hat dich in die Schweiz gelockt und was ist dein Ziel als Nationaltrainer?

Ich habe die letzten sechs Jahre in Russland gelebt, wo ich professionelle MMA-Kämpfer trainierte, BJJ und auch Jiu-Jitsu unterrichtete. Aber dann wurde ich 2019 gefragt, ob ich Nationaltrainer von Singapur für Jiu-Jitsu werden möchte. Also überlegte ich mir ein Angebot und beschloss nach Singapur zu ziehen. Es wäre für mindestens vier Jahre. Also habe ich alle meine Jobs in Russland gekündigt, um im März 2020 nach Singapur zu ziehen. Aber wir alle wissen, was als nächstes passierte. Covid-19 kam und alles wurde abgesagt. Ich bin dann in die Niederlanden gezogen, wo ich einen Verwaltungsjob ausüben konnte, nur damit ich einen Job hatte, denn für professionelle Trainer wie mich gab es nichts zu tun, da alle Gyms geschlossen waren. Ich blieb in Kontakt mit Singapur, aber die hatten viele Probleme wegen Covid-19. Wahrscheinlich hätte ich erst 2022 anfangen können. In der Zwischenzeit wurde ich vom Schweizer Verband angesprochen, ob ich Interesse hätte Nationaltrainer für Ju-Jitsu in Fighting und Duo zu werden. Also entschied ich mich für die Schweiz, da es ein wunderschönes Land ist. Es liegt in der Mitte Europas, was bedeutet, dass ich schnell zu Hause in den Niederlanden bin, wenn es sein muss. Covid-19 war also der Grund, warum ich jetzt hier bin und nicht in Singapur. Und ich freue mich darüber.

Du bist ja nicht nur Meister im Ju Jitsu. Welche Kampfsportarten beherrscht du noch?

Ja, das ist richtig. Ich bin Kampfsport-Profi und habe black belts in verschiedenen Sportarten. Natürlich im Judo, aber auch in Shotokan Karate, Pankration (eine Griechische Kampfkunst) und hand-to-hand-fighting, was ein Russischer Stil ist oder im MMA. Ich bin wie ein schwarzer Gürtel im BJJ. Ich bin Trainer im Grappling, was sozusagen wie BJJ ohne Kimono ist und kombiniere viele Techniken aus dem Ringen. Natürlich habe ich auch Pencak Silat, eine Indonesische Art von Karate, Kickboxen und alles, was ich tun konnte, um ein Allround-Kämpfer und Trainer zu sein, trainiert. Aber das sind Dinge, die mir wichtig sind. Für Leute, die mit mir trainieren möchten, ist das vielleicht nicht so wichtig, denn das Einzige, was ich sagen kann, ist: «Komm und lass dich von mir unterhalten.» Martial Arts ist für mich auch ein unterhaltsamer Teil.

Was lernen Jugendliche bei dir im Kurs?

Kinder lernen Disziplin, aber noch wichtiger ist, dass man Selbstvertrauen bekommt. Ich werde Techniken aus Judo (was zum Ju-Jitsu gehört), Karate, BJJ, MMA, Grappling und alles was wichtig ist, um sich zu verteidigen, anwenden. Aber daneben lernen wir auch die Sportarten Ju-Jitsu, Fighting System, Duo Games und Ne waza. So lernen sie auch mit Regeln zu kämpfen. Am Ende muss es Spass machen. Und je grösser die Gruppe, desto mehr Spass macht das Training.

Kann man ganz ohne Vorerfahrung bei dir reinschnuppern?

Ja, jeder der Lust hat, sich richtig auszupowern, ist willkommen. Egal ob Mädchen oder Jungen, dick oder dünn, gross oder klein  ich versuche die Stärken von jedem Einzelnen zu fördern und herauszufordern. Judo-Elemente bilden eine wichtige Basis im Ju Jitsu. Darum lernt man im Judo Club Uster, besonders in Kombination mit dem Judo-Kurs für Jugendliche, am Mittwoch um 18.15 Uhr die Grundlagen sehr zügig und kann schnell auf ein gutes Level kommen, auf welchem es richtig Spass macht.

Wo kann man sich anmelden, wenn man einmal mit dir trainieren will?

Am besten ist der Kontakt direkt über Robert Wakiyama vom Judo Club Uster (per E-Mail: info@jcu.ch). Er meldet sich immer direkt am selben Tag und hilft gerne bei allen Fragen weiter. Und neben dem Training für Jugendliche sind natürlich auch Erwachsene Anfänger jeden Dienstag um 19.30 Uhr zum reinschnuppern willkommen.

www.judo-club-uster.ch

Ort:
8610 Uster