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Neue Begeisterung in Wetzikon

Leserbeitrag

In der letzten Zeit haben sich eine Vielzahl von Hanfläden und -Start-ups gegründet. Aktuell ist dies sogar schon in Wetzikon angekommen. An der Südanlage werden im Sommer Hanf-Produkte verkauft.

An dem Ort an dem sich früher ein Plattenladen befunden hat, wird ein Laden eröffnet, der Produkte aus Hanf und Cannabidiol veräußern wird. Das Geschäft bekommt den Namen „Hempiness“ . Hiermit ist ein Wortspiel beziehungsweise eine Verbindung aus den englischen Begriffen Hanf (hemp) und Glück (happiness) gemeint. Die Gründerin des Shops ist gebürtig aus Wetzikon und war für eine Werbeagentur in Frankfurt tätig. Die 31-Jährige hat den Trend zu weniger Plastik und mehr Natur mitbekommen und ist daher vor drei Jahren auf die Idee gekommen Hanf-Produkte zu verkaufen.

Es gibt immer mehr Geschäfte, welche sich auf Hanf spezialisiert haben. Es werden in diesem Zusammenhang sogar schon Bier, Eis, Kaffee und Kekse aus diesem Stoff hergestellt und veräußert. Der Rausch beim Genuss solcher Produkte bleibt aber aus. Der Grund hier ist, dass der Stoff THC, welcher die Rauschwirkung verursacht, aus den Produkten herausgezüchtet wurde. Selbst, wenn es nicht wissenschaftlich belegt wurde, werden den Produkten eine entzündungshemmende, entkrampfende und angstlösende Wirkung nachgesagt.

Die Weltgesundheitsorganisation hat angegeben, dass diese Produkte nicht süchtig machen und auch nicht der Gesundheit schaden. Es wird sogar vermutet, dass der Genuss von bestimmten Hanf-Mitteln positive Auswirkungen hat. Bei der Vermutung geht es aber überwiegend um medizinische Produkte. Diese Artikel aus den Läden haben einen so geringen CBD-Gehalt, dass eher keine großen Wirkungen entstehen können. In dem neu gegründeten Geschäft sollen bis zu 200 Artikel verkauft werden. Darunter zählen unter anderem bestimmte CBD Kosmetik (z.B. Salben) oder auch Nahrungsmittel (z.B. Tee).

Nur wenn die Artikel zertifiziert sind, können diese auch verkauft werden. Daher ist es der Ladenbesitzerin wichtig, dass dies auch der Fall ist. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Anweisung gegeben, dass Erzeugnisse, die CBD enthalten, einen Antrag benötigen, so dass sie als Arzneimittel zugelassen werden können. Es besteht hier aber auch die Möglichkeit, dass ein Antrag auf ein neuartiges Lebensmittel zugelassen wird.

Bei der Organisation der Geschäftseröffnung war die Gründerin noch etwas vorsichtig in Bezug auf die zu verkaufenden Artikel. Sei hat bei den eventuell zukünftigen Vermietern des Verkaufsraums anfangs nur von Biokosmetik und Nahrungsergänzungsmitteln gesprochen. Aber sie hat mitbekommen, dass ihre Idee großen Zuspruch bekommt. In weiterer Planung ist bei der Ladenbesitzerin eine Produktion von Produkten in Eigenregie. Es sollen aber auch noch weitere Geschäfte in Deutschland eröffnet werden.

Ort:
8623 Wetzikon