×

Sommerfeier im Pflegeheim Fehraltorf

Leserbeitrag

Mit zunehmendem Alter kommen Senioren oft in die Situation, dass Unterstützung bei der Betreuung oder Pflege erforderlich wird. In den meisten Fällen übernehmen dann nahe Angehörige die Betreuung bzw. Pflege. Auf diese Weise können die Senioren weiter in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Bei Paaren ist eine gegenseitige Unterstützung die naheliegende Lösung.

Was kann man tun, wenn eine Pflege zu Hause oder Betreuung durch Angehörige nicht machbar ist und das Altersheim keine verlockende Alternative darstellt? In immer mehr Fällen greifen Pflegebedürftige auf Pflegekräfte aus Polen (oder andere osteuropäische Staaten) zurück. Zwar ist eine Pflege und Betreuung durch Pflegepersonal aus Polen nicht ganz billig, aber mit so einer Lösung kann der Pflegebedürftige weiter zu Hause wohnen bleiben.

Mittlerweile gibt es legale Möglichkeiten, Personal aus vielen osteuropäischen Ländern zu beschäftigen. Allerdings gibt es beim Einsatz und auch bei den erlaubten Tätigkeiten etliche wichtige Regeln zu beachten. So ist z.B. auch ausgebildeten Krankenschwestern eine Pflege im medizinischen Sinn nicht erlaubt. Unbedenklich ist in jedem Fall eine Betreuung oder eine hauswirtschaftliche Unterstützung.

 

Kosten der Pflege von der Steuer absetzen

Immer wieder stellt sich die Frage, ob die Kosten einer Pflege steuerlich geltend gemacht werden können. Die Antwort ist ja. Konkret gibt es dazu zwei Möglichkeiten. Zum einen können Pflegebedürftige beim Finanzamt die Pflegekosten als “außergewöhnliche Belastung” von der Steuer absetzen. Zum anderen lassen sich Pflege- und Betreuungsleistungen (beispielsweise des Pflegedienstes) als sogenannte “haushaltsnahe Dienstleistung” in der Steuererklärung geltend machen.

Bei der Abrechnung als “haushaltsnahe Dienstleistung”  lassen sich sowohl die Rechnungen von professionellen Pflegediensten als auch die Kosten von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen absetzen. Auch die Kosten von sog. Mini-Jobs (400-Euro-Job) sind beim Finanzamt absetzbar. Dabei sind in allen Fällen 20% der Aufwendungen, aber maximal 4.000,- € pro Jahr geltend zu machen. In welcher Form die Kosten beim Finanzamt geltend gemacht werden, bestimmt der Pflegebedürftige.

Die Absetzbarkeit dieser Betreuungs- oder Pflegekosten ist übrigens nicht (mehr) abhängig von der Pflegestufe. Das bedeutet, in allen Pflegestufen 1,2 und 3 können diese Kosten beim Finanzamt steuermildernd geltend gemacht werden. Ferner können die Kosten auch in Pflegefällen unterhalb der Pflegestufe 1 (also der sog. Pflegestufe 0) steuerlich geltend gemacht werden.

 

Beitragsbemessungsgrenze für die Pflegekasse

Auch in der Pflegekasse (bzw. in der Pflegeversicherung) gibt es eine sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Einkommen oberhalb dieser Beitragsbemessungsgrenze wird nicht zur Ermittlung der Beiträge in der Pflegekasse heranangezogen. Für das Jahr 2013 liegt diese Beitragsbemessungsgrenze bei einem Einkommen von mtl. 3.937,50 € bzw. jährlich 47.250,- €. Der Beitragssatz beträgt ab 2013 2,05 % des Einkommens. Kinderlose müssen weitere 0,25% bezahlen.

Diese Bemessungsgrenze gilt bundesweit in gleicher Höhe für Westdeutschland und Ostdeutschland. Zum beitragspflichtigen Einkommen zählen vor allem der Bruttoarbeitslohn, die gesetzliche Rente, eine evtl. Betriebsrente sowie Erträge aus einer Direktversicherung.

Ort:
8320 Fehraltorf