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Chorgemeinschaft Landenberg – regional verwurzelt und doch offen

Leserbeitrag

«Mit den Oberstimmen im 1. Tenor bin ich noch nicht zufrieden, aber das üben wir noch separat, sonst hat das Lied ganz gut geklappt». Mit solchen Hinweisen bei den Proben motiviert Dirigent Philip Hirsiger die Chorgemeinschaft Landenberg, immer besser zu werden.

Was hat sich geändert?

Diese Gemeinschaft aus Sängern der Männerchöre Wildberg-Ehrikon, Turbenthal und Wila sowie freien Mitgliedern aus der Region lebt schon seit 2003, als ein Zusammenschluss wegen der schrumpfenden Mitgliederzahl der alten drei Vereine nötig wurde, und ist seit 2018 ein eigener Verein. Der Name Chorgemeinschaft Landenberg erinnert an das ehemalige Tösstaler Rittergeschlecht mit ihren alten Burghügeln und verbindet die Region. Als der Dirigent 2013 den Chor übernahm, zählte dieser 22 Mitglieder, 2020 sind es schon 32. Was ist passiert? Mit regelmässigen Konzerten, Ausflügen, geselligen Anlässen, einem begnadeten Dirigenten und engagierten Vorstandsmitgliedern ist es dem Chor gelungen, seine Stärken auszubauen: ein Dirigent, der alles hört, Visionen mit dem Chor hat und die richtigen Worte dazu findet; Chormitglieder, die das gemeinsame Singerlebnis schätzen und auch sich selber bleiben dürfen; eine gesangliche Performance, welche sich in den letzten Jahren stark zur Präzision und zu einem reichhaltigen Repertoire hin entwickelt hat, wie sich aus Feedbacks und im Vergleich von Tonaufnahmen zeigt. Dazulernen zu können und Erfolg zu erleben, wirkt aufbauend. Im Chor wird füreinander geschaut, ohne einzuengen.

Alt wie auch Neu

Die Lieder bestehen einerseits aus klassischen Männerchorliedern, welche wie die alten Vereine auch mal 170 Jahre alt sein dürfen – die Freude darin hat überlebt. Lebendiges Kulturerbe sind auch geistliche Lieder, Volkslieder, aber auch moderneres Liedgut wie das der frechen Comedian Harmonists aus den 1920-er Jahren. Auftritte finden mit eigenem Programm in Kirchen der Region statt, aber beispielsweise auch an Festen und im Rahmen von Gottesdiensten.

Singen verbindet

Nach den Proben finden die Mitglieder gemeinsame Themen beim «Durst» in einem nahen Restaurant, im Sommer wird ein «Brätel»-Abend in einer Waldhütte organisiert, im Dezember ein «Chlaushöck» mit Partnerinnen veranstaltet. Alle zwei Jahre erleben sie in Kirchberg in Tirol zusammen mit teilweise gemischten Chören aus der Schweiz, Österreich und Deutschland ohne Wettbewerbszwang, was und wie auch die anderen singen, von Kirchenliedern bis zum Jodel, vom Volkslied bis zum Shanty. Singen verbindet auch über Grenzen hinweg, es gibt grundsätzliches Vertrauen, ohne Länder, Religionen oder Institutionen all zu sehr beachten zu müssen.

Wer sich für ein Mitsingen interessiert, kann sich beim Präsidenten melden: Rudolf Bolliger, Weisslingen, 052 384 13 90.
Die Proben finden jeweils donnerstags von 20 bis 21.30 Uhr im alten Schulhaus beim Bahnhof in Wila im EG links statt.
Weitere Informationen sind auf der Webseite
 zu finden.

Ort:
8488 Turbenthal