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Vortrag im Ulster Gemeindehaus zum Thema Glück

Leserbeitrag

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das neue Glücksspielgesetz in der Schweiz. Nun dürfen endlich Online Glücksspiele angeboten und entsprechend dürfen nun auch Gewinne ausgezahlt werden. Allerdings dürfen offiziell lediglich Schweizer Online Casinos in der Schweiz agieren. Die besten Schweizer Online Casinos finden sich hier: www.besteonlinecasinos.ch

2019 wird das neue Schweizer Glücksspielgesetz gültig

Die Schweizer haben in ihrer Abstimmung entschieden, dass das neue Glücksspielgesetz der Schweiz ausländische Anbieter von Online-Wetten vom Schweizer Markt ausschließt. Daher ist es nun ausländischen Anbietern seit dem 1. Januar 2019 verboten, Online-Glücksspiele in der Schweiz anzubieten.

Anders jedoch verhält es sich nun für Schweizer Online Casinos, diese sind jetzt legalisiert worden. Sie haben nun das exklusive Anrecht, ein Gesuch auf eine Online-Lizenz einzureichen. Von dieser Regelung jedoch konnten die Spieler ab dem 1. Juli 2019 profitieren. Die Schweizer Online Casinos durften ab Sommer 2019 tatsächlich Spiele anbieten und Gelder auszahlen. Somit steht einem kleinen Spiel auch auf einer Bahnfahrt nichts im Wege, schon allein deshalb nicht, weil die Swisscom nun doch in Fernverkehrszügen Internet gratis anbieten will.

Die Änderungen, die ab dem 1. Januar 2019 in Kraft getreten sind

Eine Neuerung des neuen Glücksspielgesetzes in der Schweiz besagt, dass Online-Geldspiele wie Poker, Blackjack und Roulette nun erlaubt sind. Zu diesem Zweck können die Spielbanken eine erweiterte Konzession beantragen.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass nicht bewilligte Spiele gesperrt und durch eine Stopp-Seite gekennzeichnet werden. Zusätzlich ist eine Liste der gesperrten Spiele auf der Website der Eidgenössischen Spielbankenkommission veröffentlicht worden.

Das ändert sich bei den Sportwetten

Swisslos und die Loterie Romande dürfen nun Livewetten anbieten, die man auch noch bei laufendem Spiel tätigen kann. Zusätzlich ist es nun möglich, auf Pferderennen in anderen Ländern zu wetten. Zu diesem Zweck arbeitet die Lotteriegesellschaften mit der französischen Wettgesellschaft PMU zusammen.

Was muss der Online Spieler beachten?

Jeder Teilnehmer eines Online Glücksspiels benötigt zunächst ein Spielerkonto bei dem entsprechenden Veranstalter. Eine Grundvoraussetzung ist allerdings, dass der Spieler volljährig ist und seine Personalien angibt und seine Identität nachweist.

Ein Spielen bei nicht bewilligten Online-Wetten ist zwar nicht strafbar, aber dafür sehr risikoreich. Hier kann es leicht passieren, dass der Spieler seinen kompletten Einsatz verliert, wenn zum Beispiel die betreffende Website einfach offline geht. Ebenso kann es hier passieren, dass die Behörden den Einsatz einziehen. Das ist dann der Fall, sollte gegen einen illegal operierenden Veranstalter ein Strafverfahren eröffnet worden sein. Insgesamt ist eine Teilnahme an derartigen Spielen generell aus Datenschutzgründen unbedingt zu unterlassen, denn unseriöser Veranstalter erhalten so den Zugriff auf die persönlichen Daten, inklusive Kreditkartenangaben.

Diese Geldspiele müssen nicht bewilligt werden

Handelt es sich um Wetten im kleinen Kreis, wie beispielsweise während der Fußball-EM oder -WM im Büro oder unter Freunden, so müssen diese Geldspiele nicht bewilligt werden. Das gilt genau so lange, wie der Organisator mit den Einnahmen nur die Unkosten deckt und den Rest des Jackpots unter den Teilnehmern verteilt. Zudem darf nicht viel Geld im Spiel sein und den Teilnehmenden dürfen über ihren Einsatz hinaus keine Kosten entstehen.

Das ändert sich im Punkto Pokerturniere

Während das Bundesgericht 2010 entschieden hatte, dass außerhalb von Casinos keine Pokerturniere stattfinden dürfen, erlaub das neue Glücksspielgesetz nun kleine Turniere mit kantonaler Bewilligung. Pro Spieler darf aber ein Startgeld von 200 Franken nicht überschritten werden. Für die Summe aller Startgelder gilt, sie darf nicht höher als 20.000 Franken sein.

Das gilt für Kleinlotterien

Für gewöhnlich benötigen Kleinlotterien eine kantonale Bewilligung. Interkantonal und automatisiert dürfen sie jedoch nicht durchgeführt werden. Zudem sind die Einsätze und Gewinnmöglichkeiten begrenzt. Vereinstombolas zählen ebenfalls zu dieser Kategorie. Außerdem dürfen ausschließlich Sachpreise gewonnen werden. Maximal darf die Summe aller Einsätze 50.000 Franken betragen. Tombolas dürfen in einigen Kantonen ohne Bewilligung durchgeführt werden.

Wie steht es um die Gewinnversteuerung?

Die Steuerfreiheit für Gewinne aus Schweizer Casinos bestand schon immer. Neu hinzu kommt nun die Regelung, dass auch Gewinne aus Online-Games ebenso wie aus Großspielen wie Lotto, Euromillions, Sportwetten und Geschicklichkeitsspielen wie etwa Online-Jass bis zu einer Million Franken steuerfrei bleiben. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass die Online Spielbanken in der Schweiz zugelassen sind und es sich bei den anderen Anbietern um Anbieter aus der Schweiz handelt.

Gewinne, die über eine Million Franken hinausgehen, müssen anteilig versteuert werden. Alle Gewinne aus zugelassenen Kleinspielen wie etwa Kleinlotterien, Tombolas und Sportwetten, die nicht automatisiert, nicht online und nicht interkantonal durchgeführt werden, sind vollumfänglich steuerfrei. Handelt es sich um Gewinne aus Lotterien oder Geschicklichkeitsspielen von Firmen, so sind diese bis zur Höhe von 1.000 Euro steuerfrei. Das Gleiche gilt für Sachpreise, wie beispielsweise ein Auto. Ebenfalls müssen Gewinne aus ausländischen Spielen versteuert werden.

Hintergrund des neuen Glücksspielgesetzes

In dem Volksentscheid vom 11. März 2012 wurden die vorgeschlagenen Änderungen vom Parlament 2017 in ein neues Geldgesetz umgesetzt. Dabei ist die mit Abstand die drastischste Änderung der Ausschluss internationaler Anbieter. Diesen Entscheid wollen aber einige Schweizer Organisationen nicht hinnehmen.

Aus diesem Grund ist das Komitee für Suchtprävention gegen die Netzsperre vorgegangen. Damit sollte das Inkrafttreten des neuen Geldspielgesetzes verhindert werden. Am 10. Juni 2018 dann durfte das Volk über die Entscheidung des Parlaments abstimmen. Bei dieser Abstimmung stimmten fast 73 % für die Änderung.

Mögliche Gründe für das Gesetz

Das neue Casino Gesetz soll verhindern, dass das Geld der Schweizer im Ausland landet und es zu keinem Rückfluss in die Schweizer Staatskasse kommt.

Schätzung der Universität Bern zeigen auf, dass die Schweizer Spieler jährlich ausländischen Betreibern 150 Millionen Franken spendieren. Dieses Geld soll nun zukünftig in die Schweizer Kassen fließen. Die Schweizer Casinos müssen immerhin 80 % der Gewinne dem Schweizer Staat überlassen. Im Gegenzug fördert der Staat dann humanitäre Projekte und stockt die Rentenkassen auf.

Durchgesetzt werden sollen die gesetzlich Vorgaben durch ein striktes Blockieren ausländischer Casinobetreiber. Zugleich gibt es beim Aufruf einer illegalen Seite eine automatische Weiterleitung zu einer staatlichen Informationsseite, die darauf hinweist, dass das gewünschte Glücksspiel in der Schweiz illegal ist.

Jedoch stellt die Schweizer Regierung die Sachlage etwas anders dar und behauptet, dass nicht wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, sondern dass es sich hierbei viel eher um eine Suchtprävention für die Spieler handelt.

Kritiker hingegen befürchten hier eher die ersten Schritte zu einer Internet-Zensur, denn Netzsperren dieser Art könnten staatliche Eingriffe in anderen Bereichen des Internets fördern.

 

 

 

 

 

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8610 Uster