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Sie präsentieren die Brennessel als Bier oder Menü

Leserbeitrag

Vom 2. bis 13. Juni finden in Winterthur die Brennesselwochen im Rahmen des Projekts «Superfood vor der Haustüre» statt. Grosse Brennnesseltöpfe zieren die Altstadt von Winterthur. 15 Geschäfte, Drogerien, Apotheken, Restaurants und Bistros zeigen ihre Brennnessel-Produkte und demonstrieren, wie sich mit Brennnesseln und anderen Wildpflanzen leckere und gesunde Menüs zaubern lassen.

Man kennt sie bereits von den vergangenen Jahren – die grossen Brennnesseltöpfe, die in der Winterthurer Altstadt vor einer Vielzahl von Läden, Restaurants und Bistros stehen. Immer wieder verweilen Passanten, berühren die Pflanzen und lassen sich durch sie und die Texte inspirieren.

Hinter dem Projekt stehen die Initianten Doris Abt und Martin Hofer vom Verein Brennpunkt Brennnessel: «Wir machen mit dem Projekt "Superfood vor der Haustüre" die Menschen auf die Umweltthemen aufmerksam. Wir fördern die Wiederentdeckung der einheimischen Pflanzenwelt. Denn: Was wir kennen, schätzen und schützen wir, und tragen damit zum Erhalt der Biodiversität bei.»

Dies geschieht über Restaurants und Bistros (Les Wagons,Tofulino, Villa Sträuli, Wildrose, Rägenboge, Stricker’s, Dimensione), Detailhandelsgeschäften (bare Ware, Veg and the City, l’Ultimo Bacio, Teekult), Apotheken (Rathaus, Nature First) und verschiedene Wettbewerbe.

Kännsch-mi?         

Mit dieser neuen Aktion rückt die Brennnessel ihre kleinen Freunde mit ins Rampenlicht. Zehn essbare Wild- und Heilpflanzen, welche im Normalfall in der Stadt ein unscheinbares Dasein fristen, werden mit 100 kleinen Tafeln markiert und fragen den Vorbeigehenden: «Kännsch-mi?»                    

Die Welt brennt… die Brennnessel auch – und wo bitte ist da der Zusammenhang? Hinter der Haus steht die ungeliebte Brennnessel. Doch immer in Krisen wie Hungersnöten, Kriegen oder Krankheiten hat sie den Menschen als wichtige Nahrungsgrundlage, Tierfutter, Kleidung und Heilpflanze gedient. Mit ihren Inhaltsstoffen stärkte sie Menschen und Tiere als eine unserer wertvollsten Wildpflanzen.

Irgendwann wurde sie zu Unkraut erklärt, mit Gift bekämpft und ihre Inhaltsstoffe lieber künstlich in Pillenform verkauft. Im Gegenzug kam ein explosionsartiger Trend hin zu importiertem Superfood. Mit teils schweren Folgen für Böden, für die Biodiversität und den Wasserhaushalt. Dort, wo heutzutage sauber getrimmter  Rasen steht, kann keine Brennnessel mehr wachsen. Sie ist aber Futterpflanze für über 50 Schmetterlings- und Falterraupen. Zudem kann sie als wertvoller Gartendünger dienen. An solchen Beispielen wird klar, dass es sich lohnt direkt vor seiner Haustüre anzufangen. 

Gesundheit und Schönheit

In den Brennnesselwochen vom 2. bis 13. Juni 2020 rückt die Brennnessel also wieder ins Zentrum von Winterthur und zeigt sich sympathisch als Bier, Tee, zu  Menüs verarbeitet, als Gartenhelferin oder als Unterstützung von Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden.

Weitere Informationen auf:  www.brennpunktbrennnessel.ch

Ort:
8400 Winterthur