×

Vortrag im Gemeindehaus Wildberg zum Thema EM Geschichte

Leserbeitrag

Berühmte EM-Partien und ihr Verlauf

Ebenso wie durchaus legendäre Tore, die während einer EM gefallen sind, gibt es auch die eine oder andere Partie, die die EM-Geschichte prägte. Zu den wohl berühmtesten EM-Partien zählen unter anderem nachfolgende, denn es kam zur Freude von Wettfreunden zu vielen unglaublichen Überraschungen (alle Gamblingfreunde können im Übrigen auf wetten.com auch ihr Glück versuchen):

  • Das Spiel, welches vor allem durch das Tor von Antonín Paneka (siehe nächstes Kapitel) in die Geschichte einging, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakei im Jahr 1976.
  • Unter anderem verschenkte der spanische Spieler Raúl González durch einen zu lässigen Schuss vom Elfmeterpunkt im Jahr 2000 die Chance auf den Sieg gegen Frankreich im Viertelfinale.
  • Berühmt wurde zudem der Sieg Dänemarks, die für die EM im Jahr 1992 zunächst einmal nachnominiert wurden und sich dann Partie für Partie gegen große Konkurrenten wie England, die Niederlande oder Frankreich durchsetzten. Im Endspiel trafen die Dänen, die keinen Hehl daraus machten, dass sie sich während der EM-Zeit durchaus den einen oder anderen Burger gönnten und nach dem Motto „We are red, we are white, we are danish dynamite.“ zu verfahren pflegten, gegen Deutschland an. Gegen die damaligen WM-Sieger von 1990 siegte die dänische Mannschaft dann sogar ohne gegen Tor mit 2:0.

 

Golden-Goal-Momente und weitere außergewöhnliche Torschüsse

Im Laufe der EM gab es auch einige Golden-Goals, die die Tor-Ära der Europameisterschaft eine Zeitlang mitbestimmten. Oliver Bierhoff schoss am 30. Juni im Finale 1996 das erste Golden-Goal, das in die Fußballgeschichte einging. Dieses wurde im Jahr 1995 zum Regelwerk hinzugefügt, aber mit den Jahren der EM modifiziert beziehungsweise im Jahr 2002 gänzlich abgeschafft. Das entscheidende Tor, welches über Sieg oder Niederlage entschied wurde zunächst von der Silver-Goal-Regelung ersetzt. Diese bedeutete nicht den sofortigen Abbruch des Spiels nach einem Torerfolg, sondern, dass die jeweilige Halbzeit noch beendet wurde. Das heißt: Wenn in der ersten Minute der ersten Halbzeit der Verlängerung ein Treffer fiel, musste die Mannschaft in Front noch 14 weitere Minuten ausharren. 2004 wurde diesen Reformen ein Ende gesetzt und die bereits zuvor bestehende reguläre Verlängerung wieder etabliert.

 

Das Golden-Goal von Oliver Bierhoff (Finale 1996: Deutschland gegen Tschechien):

Im Finalspiel der EM 1996 liegt Deutschland gegen Tschechien zunächst 0:1 zurück. Schließlich wird Oliver Bierhoff eingewechselt und schießt Deutschland zum 1:1. Es geht in die Verlängerung und Bierhoff führt Deutschland mit seinem Golden-Goal zum Sieg. Bierhoffs Erfolg hat am 30. Juni 2016 sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Doch was sagen der Erfolgstorschütze und seine Kollegen heute zu Bierhoffs Golden-Goal?

 

Der Panenka-Heber (Finale 1976: Bundesrepublik Deutschland gegen Tschechoslowakei):

Der Spieler Antonín Panenka hatte seinen berühmten Auftritt beim Spiel der Bundesrepublik Deutschland gegen die Tschechoslowakei im Jahr 1976. Dabei kommt es zum Elfmeterschießen und das entscheidende Siegtor fiel von Panenka, der den Ball mit viel Gefühl und noch mehr Chuzpe vorbei an Torwart Sepp Maier in die Mitte bugsierte. Er verhalf beim Stand 2:2 nach 120 Minuten zum ersten EM-Sieg der Tschechoslowakei. Zuvor hatte UIi Hoeneß bereits einen Gruß in den Brüsseler Nachthimmel abgegeben.

 

Die „Pechvögel-Momente“ der Nationalmannschaften

Während siegreiche und erfolgreiche EM-Momente immer besonders zelebriert werden, gibt es immer auch die zweite Seite, welche sich mit den weniger erfreulichen Augenblicken beschäftigt. Die Pechvögel einer EM sind aber keineswegs allesamt die Erfolglosesten der EM-Geschichte.

 

Die schlechtesten Mannschaftsbilanzen

Die Nationalmannschaft mit der schlechtesten Spielbilanz ist die Mannschaft der Republik San Marino. Schon beim ersten Länderspiel, das das Team im Jahr 1990 während der EM-Qualifikation gegen die Schweizer bestritt, verloren die Spieler San Marinos mit 4:0. Diese Niederlage zog sich wie ein rotes Tuch durch weitere, spätere Qualifikationsteilnahmen. Die Mannschaft belegte immer den letzten Platz in der Gruppe und konnte nie einen Gewinn verzeichnen. Jedoch errungen sie in der Qualifikationsphase für die vergangene EM im Jahr 2015 wenigstens ein Tor beim Spiel gegen Litauen im September. Selbst wenn Litauen am Ende mit 2:1 triumphierte. Dies war das erste Auswärtstor bei einem Pflichtspiel – und zwar nach über 14 Jahren und  insgesamt 61 Niederlagen.

 

Die schlechtesten Spielerbilanzen

Spieler, die nicht nur in der Bundesliga aktiv sind, sondern sich zudem für die Nationalmannschaft ihres Landes auf das Spielfeld stellen, heimsen in ihrem Eifer oft die eine oder andere gelbe oder rote Karte ein.

 

Spieler mit den meisten roten Karten seit 2010:

  • Gary Medel und Sergio Ramos (neun rote Karten).
  • Dejan Lovren (sieben rote Karten).
  • Alejandro Arribas und Mathieu Debuchy (sechs rote Karten).
  • Mario Balotelli und Zlatan Ibrahimovic (fünf Platzverweise).

Aber auch Eigentore gehören zum Spiel dazu. Während der letzten EM haben die Spieler Gareth McAuley (Nordirland) gegen Wales oder Birkir Saevarsson (Island) gegen Ungarn ein Eigentor geschossen.

Ort:
8489 Wildberg