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Seit August übt die Kantorei Zürcher Oberland für die Dvořák-Aufführung

Seit August übt die Kantorei Zürcher Oberland für die Dvořák-Aufführung

Leserbeitrag

Der erste Höhepunkt im Jahr der Kantorei Zürcher Oberland steht bevor. Am ersten Wochenende im Februar wird Dvořáks Stabat Mater aufgeführt. Barbara Ineichen, schon seit bald 20 Jahren Präsidentin der Kantorei Zürcher Oberland und familiär eng mit dem Chor verbunden, sagt über die Vorbereitungen:

«Jeden Freitagabend probt die Kantorei Zürcher Oberland in Pfäffikon auf grosse, klassische Konzerte und zwischenhinein auch auf kleinere Auftritte hin, die jeweils in verschiedenen Kirchen der Region und letztere im Sommer auch im Ritterhaus Bubikon angeboten werden. Im Moment stehen zwei Aufführungen des Stabat Mater von Antonin Dvořák bevor, für welche seit Mitte August dieses Jahres intensiv geübt wird.»

Kürzlich wurde der Chor noch von der Stimmbildnerin und Altistin Anja Powischer schwungvoll darin angeleitet, wie mit bewusster körperlicher Haltung die Resonanz und die Ausdrucksmöglichkeiten der Singstimmen optimiert werden können. (siehe Bild 1)

Bis dahin hatte der Dirigent der Kantorei, Luzius Appenzeller (auf Bild 2 im Gespräch mit Martin Kieser) den fast 60 Sängerinnen und Sängern in kurzweiliger Probenarbeit Dvořáks bedeutendes und ergreifendes Werk in allen Finessen so gut beigebracht, dass sich alle schon sehr auf die beiden Aufführungen anfangs Februar freuen. Bassist Martin Kieser meint:

«Das Stabat Mater von Dvořák ist für mich ein absolutes Highlight. Grosse musikalische Bögen, empfindsame Momente, slawische Anklänge - Dvořák eben. Der Chor hat viel zu leisten, häufig zusammen mit den Solopartien. Das macht das wunderbare Musikwerk äusserst dankbar für uns Sänger und Sängerinnen - und ebenso für die Zuhörerschaft. Und unser Dirigent zeigt Probe für Probe, was mit Ruhe und Humor sowie musikalischer Souveränität aus unserem Chor herausgeholt werden kann. Seine Chorführung – wie auch Dvořák’s Komposition – begeistern mich.» 

Auch für Dirigent Luzius Appenzeller ist Dvořáks Musik herausragend:

«Für mich zeigt sich die Qualität eines Werkes oft darin, dass man die Musik schon beim ersten Mal hören als schön und ergreifend empfindet, aber während der Arbeit am Werk nie das Gefühl hat: <So, jetzt kennen wir das Stück>. Beim Stabat Mater lässt sich immer wieder Neues entdecken!»

Und Lioba Rodach (Bild 3 im Kontakt mit der Kantoreipräsidentin Barbara Ineichen, rechts) kann den Schmerz Dvořáks, der dieses Werk nach dem Verlust drei seiner Kinder komponierte, nachempfinden: «Letzten Herbst verstarb eine sehr liebe Freundin. Ich bin während des Singens oft in Gedanken bei ihr. Die Chorproben erfüllen mein Herz mit Freude und sind mir unentbehrliche Seelennahrung.» (siehe Bild 4)

 

Die Kantorei Zürcher Oberland führt Dvořáks Stabat Mater unter der Leitung von Luzius Appenzeller zusammen mit dem Orchester Collegium Cantorum zweimal auf:

Samstag, 1. Februar, 17 Uhr in der reformierten Kirche Pfäffikon und
Sonntag, 2. Februar, 17 Uhr in der reformierten Kirche Hinwil.

Stimmbildnerin Anja Powischer ist an den Konzerten zusammen mit Anna Gitschtaler, David Munderloh und Samuel Zünd als Solistin zu hören.Vorverkauf und weitere Informationen gibt es hier.

Ort:
8340 Hinwil