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Versammlung im Gemeindehaus Seuzach zum Thema Frauenmedizin

Versammlung im Gemeindehaus Seuzach zum Thema Frauenmedizin

Leserbeitrag

Auch wenn Brustoperationen in den meisten Fällen medizinisch nicht notwendig sind, sind sie doch für viele Frauen eine Möglichkeit, das Selbstbewusstsein zu steigern und die Lebensqualität zu erhöhen. Das war das Schwerpunktthema des heuitgen Abends im Gemeindehaus Seuzach. Nicht umsonst zählen Brustoperationen zu den beliebtesten Eingriffen im Bereich der plastisch-ästhetischen Chirurgie. 

Neben dem Einsetzen von Implantaten gibt es heute auch die Option, die Brüste mit Eigenfett vergrößern zu lassen. Doch welche Methode ist empfehlenswerter und wie steht es um die Kosten? Das und mehr verrät dieser Artikel, eine Zusammenfassung des Vortrages von Dr. Med Klingenbacher.

Behandlungsmethoden bei der Brustvergrößerung 

Ob Implantate oder Eigenfett, eine Sache sollte bei Brustvergrößerungen grundsätzlich nicht unerwähnt bleiben: Es gibt keine Garantie, dass das Ergebnis des Eingriffs lebenslang erhalten bleibt. Je hochwertiger aber zum Beispiel die Implantate sind, desto langfristiger kann man sich am Ergebnis freuen. Der Operationsvorgang selbst ist schnell erklärt.

Vergrößerung durch Implantate

Oft ist die Rede von Silikonimplantaten, es gibt allerdings auch Einlagen, die mit Kochsalzlösung gefüllt sind. Welcher Typ sich besser eignet, hängt ganz vom Einzelfall ab. Die Implantate können 80 bis 600 ml enthalten, im Durchschnitt liegt eine Füllmenge von 250 bis 300 ml. Neben runden Implantaten gibt es viele weitere Formen, sodass ein möglichst natürliches Ergebnis erzielt werden kann. 

Um die Implantate zu platzieren, wird ein Schnitt von einigen Zentimetern im Brustbereich gesetzt. Ob unter der Achselhöhle, an der Brustwarze oder unter der Brust eingeschnitten wird, hängt wieder von den Voraussetzungen ab. Konkret bedeutet das: Es wird berücksichtigt, ob das Brustgewebe besonders elastisch ist, wie der Brustkorb geformt ist usw. Anschließend wird das Implantat eingesetzt und in die richtige Position gebracht.

Vergrößerung durch Eigenfett

Wird die Brust durch Eigenfett-Einspritzung vergrößert, spricht man auch von einer natürlichen Vergrößerung. Allerdings eignet sich diese Methode nicht für jeden, da besonders schlanke Frauen oft nicht genug Fettreserven haben und das Fettabsaugen nicht möglich ist. Bei einer durchschnittlichen Fettmasse kann aber ein kleiner Teil aus Oberschenkeln oder Bauch entnommen und aufbereitet werden. Unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose wird das Eigenfett seitlich der Brust eingespritzt. 

Da es sich um körpereigene Substanz handelt, wird allerdings auch ein größerer Teil des Materials wieder abgebaut. Bis zu 70 Prozent des eingespritzten Fettes verschwinden in der Heilphase wieder. Deutliche Vergrößerungen sind also mit dieser Methode nicht möglich.

Das kostet eine Brustvergrößerung

Ob Implantate oder Eigenfett, billig ist eine Brustvergrösserung nicht. Scheint sie es doch zu sein, ist Vorsicht geboten, denn theoretisch darf sich jeder Arzt als kosmetischer oder ästhetischer Chirurg ausgeben. Die entsprechende Expertise haben aber nur Fachärzte für Plastische Chirurgie. Wie kompetent der behandelnde Arzt wirklich ist, sollte schon in einem ausführlichen Vorgespräch deutlich werden. 

Von knapp 2000 Euro in osteuropäischen Klinken bis hin zu 8000 Euro im deutschsprachigen Raum: Brustvergrößerungen haben unterschiedliche Preise. Relevant ist dabei zum Beispiel auch die Qualität der Silikonimplantate. 

Die Krankenkasse übernimmt eine Brustvergrößerung nicht. Trotzdem sollte die Seriosität und Vertrauenswürdigkeit an erster Stelle stehen. Denn wie auch bei allen anderen operativen Eingriffen lohnt es sich bei dieser Art Operation nicht, an falscher Stelle zu sparen und eventuell die Gesundheit zu gefährden.

Implantate versus Eigenfett: die Vorteile

Beide Arten der Brustvergrößerung haben einige Vorteile. Im Gespräch mit dem behandelnden Arzt kann ermittelt werden, welche Variante sich im Einzelfall am besten eignet.

Vorteile von Implantaten

Die künstlichen Einlagen überzeugen dadurch, dass mit ihnen die Brüste um eine Körbchengröße oder mehr vergrößert werden können. Auch für die Bruststraffung können Implantate gut verwendet werden. Da es sich um eine etablierte Methode der Brustvergrösserung handelt, lassen sich eventuelle Risiken sehr genau einschätzen.

Vorteile von Eigenfettbehandlung

Da die Brust durch Einspritzen vergrößert wird, bleiben bei der Eigenfettbehandlung auch keine sichtbaren Spuren zurück. Die Einspritzstelle verheilt in der Regel schnell, es entstehen keine Narben. Auch die Schmerzen unmittelbar nach der Operation sind sehr gering. 

Eigenfett eignet sich aus den genannten Gründen nicht nur zur Vergrößerung an sich, sondern auch zum Ausgleich von Asymmetrien.

Folgen und Risiken einer Brustvergrößerung

Unmittelbar nach dem Eingriff haben die Brüste natürlich noch nicht ihre endgültige postoperative Form. Vor allem bei der Implantat-Variante treten womöglich für einige Tage Schwellungen auf, auch die Narben müssen verheilen. Nach vier bis sechs Monaten sollten jegliche Nachwirkungen aber nicht mehr sichtbar sein.

Risiken von Brustimplantaten

Das Implantat wird vom Brustgewebe als Fremdkörper erkannt und automatisch umhüllt. Diese sogenannte Kapselbildung ist eine normale Reaktion, allerdings können Komplikationen auftreten, wenn die Bindegewebskapsel stark verhärtet. Auch kann es in diesen seltenen Fällen passieren, dass das Implantat beim Tasten fühlbar ist und damit weit weniger natürlich wirkt. 

Da es sich letztendlich um mehr oder weniger kleine Kissen in den Brüsten handelt, kann es selten passieren, dass sich die Implantate verschieben oder verdrehen. In diesen Fällen kann eine zweite Operation nötig werden.

Risiken bei der Eigenfettbehandlung

Die Verkapselung kann auch nach der Einspritzung von Eigenfett auftreten, ebenso wie Verkalkungen oder Wundheilungsstörungen wie etwa eine Ölzyste. Allerdings ist das Risiko, dass eine dieser Folgeerscheinungen tatsächlich gesundheitliche Probleme bereitet, sehr gering. 

Nicht so sehr ein Risiko als vielmehr ein Nachteil ist die Tatsache, dass bei Eigenfettvergrößerungen früher oder später weitere Eingriffe nötig werden. Ein großer Teil des Fettgewebes wird wieder abgebaut, sodass die Brust nicht unbegrenzt lang die gewünschte Idealform behält.

Fazit: So findet man die richtige Methode
Wer sich für eine Brustvergrösserung Zürich entscheidet, sollte bei der Wahl der konkreten Methode unbedingt auf das Urteil des behandelnden Arztes vertrauen. Nur ein ausgebildeter Facharzt für Plastische Chirurgie kann wirklich abschätzen, ob sich Implantate oder die Behandlung mit Eigenfett besser eignen – oder ob die Vergrößerung nicht empfehlenswert ist. 

Denn auch wenn sie in der Regel aus ästhetischen Gründen vorgenommen wird, ist und bleibt die Brustvergrößerung doch ein operativer Eingriff. Dementsprechend schwerwiegend können die Konsequenzen sein, wenn man sich von einem schlechten Arzt operieren lässt. 
 

 

Ort:
8472 Seuzach