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Zum 30-jährigen in die Tonhalle

Zum 30-jährigen in die Tonhalle

Leserbeitrag

Das Jugendsinfonieorchester Crescendo feiert sein 30-jähriges Bestehen, und das mit einem aussergewöhnlichen Anlass. Das Jugendsinfonieorchester Crescendo, das 1989 gegründet wurde und nun mit der Aufführung des grossartigen Oratoriums «Die Könige in Israel» von Ferdinand Ries am Mittwoch, 6. November, in der Tonhalle Maag in Zürich den Höhepunkt seines Jubiläumsjahres setzen wird. Das Orchester zählt heute über 60 jugendliche Musiker und tritt an diesem Konzert zusammen mit rund 120 Sängern des Projektchors Canturicum aus dem Zürichbiet sowie des Buchsi-Chors aus dem bernischen Münchenbuchsee auf. Vor dem Tonhalle-Konzert gibt es Aufführungen am Samstag, 2. November, in der Friedenskirche in Olten und am Sonntag, 3. November, in der Petruskirche in Bern.

Wie kam es dazu? Hinter dem Ganzen steht die Initiative der Musikerin und Dirigentin Käthi Schmid Lauber aus Rüti, die vor 30 Jahren zusammen mit einem Dutzend Musikbegeisterten mit grossem Engagement das Jugendsinfonieorchester Crescendo als Pionierprojekt auf den Weg gebracht hat und dann in diesem Rahmen jahrzehntelang persönlich bedeutende Führungsarbeit in der kulturellen Jugendförderung leistete, praktisch im Stil eines privaten Startups, das Kinder und Jugendliche mit Musik vertraut machen soll. Zudem leitet sie das Kindersinfonieorchester Wetzikon, das die noch Jüngeren anspricht.

Im Laufe seines Wirkens hat das Orchester Crescendo zahlreiche Talente hervorgebracht, die Karriere machten und bisweilen als Solisten für einen Gastauftritt kurz ins Orchester zurückkehren. Einmalig in der Musikwelt ist wohl auch, dass das Crescendo bei jedem Konzert auch als Chor auftritt, ganz nach dem Motto: wer Musik macht, will auch singen.

Wichtig ist dem Verein immer auch der Blick nach aussen: Alle zwei Jahre macht das Jugendsinfonieorchester eine Reise in die Welt hinaus und singt und spielt auf internationalen Bühnen, das meiste organisiert durch die jungen Mitglieder selber. Die Reiseprogramme sind enorm: baltische Staaten, Portugal, Griechenland, Schweden, Brasilien, Slowakei, Frankreich, Sibirien, Italien, Norwegen, Spanien, Dänemark, Tschechien, Ungarn, Holland, Deutschland. Das gibt Lebenserfahrung und Weltläufigkeit in jungen Jahren.

Käthi Schmid Lauber ist verheiratet und Mutter von drei Kindern, die alle auch im Orchester mitwirken. Sie studierte an der Schola Cantorum Basiliensis Violine in alter Mensur, Viola da Gamba und Gesang. 1985 schloss sie ihr Studium ab und bildete sich dann laufend weiter. Sie spielt in Barockorchestern und leitet die Singwoche in Quarten, daneben ist sie als Dirigentin, Komponistin und Musiklehrerin tätig. Seit diesem Jahr ist sie zudem Dirigentin der Kantorei Wetzikon. 

Ort:
8630 Rüti