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Gesunde Ernährung im Alter: Vortrag verschoben

Gesunde Ernährung im Alter: Vortrag verschoben

Vereinsmeldung

Am Donnerstag, 2. April 2020, um 18 Uhr, findet im Ref. Kirchgemeindehaus, Seestrasse 45, in Pfäffikon, eine Veranstaltung zu diesem Thema statt. Referentin ist Prof. Dr. Christine Brombach, Ernährungswissenschafterin und Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

 

Essen und Trinken gehören zu den grundsätzlichen menschlichen Aktivitäten. Für unser physisches Überleben müssen wir eine ausreichende Menge an Nährstoffen und Energie aufnehmen. Immerhin verspeisen wir - statistisch betrachtet - während unseres Lebens in annährend 100'000 Mahlzeiten fast 50 Tonnen feste Nahrung und 50 Tonnen flüssige Nahrung. Das ist eine gewaltige Menge an Lebensmitteln, die unser Körper lebenslang verstoffwechselt. Essen hatte schon immer eine zentrale Bedeutung für die Menschheit. Allerdings sind wir von Natur aus nur mit wenigen Instinkten ausgestattet, die uns vorgeben könnten, was, wie viel und in welchen Abständen wir essen sollen. Essen müssen wir erst „lernen“. Die uns umgebende Kultur, unsere biologische Konstitution, Alter, Geschlecht, die Umwelt, in der wir leben, haben Einfluss auf unseren Bedarf an Nährstoffen und prägen unsere Essbedürfnisse.

 

In keiner Kultur ist Essen daher voraussetzungslos oder beliebig. In einem langen Sozialisationsprozess erlernen Menschen den in einer Kultur als „richtig“, „normal“ oder auch als „gesund“ erachteten Umgang mit Essen, wobei die in einer jeweiligen Kultur gültigen Normen sehr unterschiedlich sein können. Essverhalten ist tief verwurzelt in unserer Esskultur, unserer Essbiografie und eingebunden in einen sozialen und gesellschaftlichen Kontext. Daher lässt sich das Essverhalten auch nicht einfach ändern oder umgestalten ohne die Berücksichtigung und Kenntnis der Vielschichtigkeit und Entstehungszusammenhänge des Essverhaltens.

 

In der Nachhaltigkeitsdiskussion wird von den verschiedenen Auswirkungen der Ernährung auf Umwelt, Gesundheit, Wirtschaft, Gesellschaft und auch politische Systeme ausgegangen Obgleich die meisten Menschen in der Schweiz wissen, was gesunde Ernährung ist, handeln viele nicht danach, es gibt also ein „mind–behaviour-gap“, welche zu erklären versucht, warum wir weder rational noch in jedem Fall sinnvoll (hier im Sinne einer gesunden Ernährung) handeln. Die Diskrepanz von Wissen und Handeln scheint zuzunehmen, und neben den gesundheitlichen Auswirkungen der Ernährung nimmt das Essverhalten auch Einfluss auf die Umwelt: Nahrung setzt Rohstoffe, Ressourcen, Landwirtschaft, Verarbeitungs- und Vertriebssysteme voraus.

 

In diesem Vortrag wird die heutige Rolle des Essens ausgeführt, werden Hintergründe zu den Auswirkungen unseres Essverhaltens auf die Gesundheit dargestellt, und es wird auch auf aktuelle Entwicklungen oder die Vor- und Nachteile bestimmter Ernährungsweisen eingegangen. An den Vortrag schliesst sich eine offene Fragerunde rund um das Thema «Essen und Ernährung» an.

Ort:
8330 Pfäffikon