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Michael Lauber ist neuer Bundesanwalt

Der neue Bundesanwalt für die Amtsperiode 2012 bis 2015 heisst Michael Lauber. Die Vereinigte Bundesversammlung wählte den Nachfolger von Erwin Beyeler am Mittwochmorgen mit 203 von 206 gültigen Stimmen.

Mittwoch, 28. September 2011, 09:24 Uhr
Archivfoto: Züriost

Das Parlament folgte mit diesem Entscheid dem Vorschlag seiner Gerichtskommission. Diese hatte Lauber auf einem Einerticket zur Wahl vorgeschlagen. Der parteilose Lauber ist derzeit Präsident des Aufsichtsrats der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht. Mit Lauber (Jahrgang 1965) entschied sich die Bundesversammlung nach den Turbulenzen um die Bundesanwaltschaft für einen externen Kandidaten. Um das Amt beworben hatten sich auch der Stellvertretende Bundesanwalt Ruedi Montanari und die Stellvertretende Bundesanwältin Maria-Antonella Bino.

Für Lauber spreche dessen internationale Vernetzung und Erfahrung bei der Bekämpfung von Geldwäscherei, hatte die Gerichtskommission ihren Vorschlag begründet. Zwar sei Lauber nie als Staatsanwalt tätig gewesen. Er kenne jedoch die Praxis der Polizei und habe als Untersuchungsrichter Kenntnisse in der Strafverfolgung erworben.

Es ist das erste Mal, dass der Bundesanwalt vom Parlament gewählt wurde. Bisher oblag diese Aufgabe dem Bundesrat. Der amtierende Bundesanwalt Erwin Beyeler war in der Sommersession von der Bundesversammlung abgewählt beziehungsweise nicht wiedergewählt worden. Beyeler hatte nur 109 von 227 gültigen Stimmen erhalten und damit das absolute Mehr von 114 Stimmen verfehlt.

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