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In eigener Sache

Journalismus ist ohne Publikum nicht denkbar

Redaktion
Züriost
Mittwoch, 23. Dezember 2020, 07:00 Uhr In eigener Sache
Florian Bolli und Malte Aeberli (v.l) führen interimistisch die Redaktion.
Foto: Christian Merz

Seit über 150 Jahren stellt der Zürcher Oberländer die Wirklichkeit in der Region dar – nach objektiven Kriterien. Über 30 Jahre lang, die letzten fünf davon als Chefredaktor, hat Christian Brändli in verschiedensten Funktionen dazu beigetragen und diese Qualitätsmassstäbe selbst hochgehalten. Er führte die Redaktion mit viel Herzblut und Menschlichkeit, er prägte das Blatt mit seinen pointierten Analysen und seiner fundierten Dossierkenntnis. Nun geht er einen neuen Weg, bleibt uns aber vorerst als Autor erhalten.

Wir, Ihre Redaktion, wollen und werden weiterhin sagen, was ist. Objektiv und mit der nötigen kritischen Distanz. Getan haben wir das schon immer. Aber die Menschen und ihr Medienkonsum haben sich verändert. Heute informieren sich sehr viele hauptsächlich oder ausschliesslich via Social Media oder Google – natürlich auf dem Smartphone. Und das trifft längst nicht mehr nur auf Menschen unter 30 Jahren zu.

Das stellt den Journalismus und unser Medienhaus vor Herausforderungen – und bietet gleichzeitig ein weites Feld, Neues auszuprobieren. Ohne dabei die Grundwerte des Qualitätsjournalismus in Frage zu stellen. Sagen, was ist – darum geht es weiterhin. Moderne Technologien können uns aber dabei helfen, besser zu verstehen, was unserem Publikum gefällt, was es interessiert, was es bewegt.

Denn ob auf Papier oder digital: Wir wollen Ihnen Mehrwert bieten – was immer das für Sie ganz persönlich heisst. Damit wir verstehen, was Sie lesen, sehen und hören wollen, müssen wir als journalistisches Nachrichtenmedium besonders im Digitalen eine andere «Währung» als stupide Klick-Logiken finden.

Dazu brauchen wir Sie: Denn Journalismus – ja Demokratie – ist ohne ein kritisch denkendes Publikum nicht vorstellbar. Erst durch ihr Lesen, Sehen und Hören, Hinterfragen, Teilen und Diskutieren unserer Nachrichten entsteht Öffentlichkeit und am Ende idealerweise ein Diskurs. Das leistet aus unserer Sicht guter Regionaljournalismus – ganz unabhängig davon, ob er auf Papier oder im digitalen Raum stattfindet. Ermöglichen wollen und müssen wir ihn auf allen Kanälen.

Deshalb werden wir Neues ausprobieren, mit unserem Publikum testen, weiterentwickeln und gegebenenfalls wieder einstampfen. Dazu braucht es Mut, Haltung, einen kritischen Verstand und eine gute Prise Neugier.

Dass wir nicht alles genau so lassen können, wie es ist, versteht sich von selber – schon aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus. Wie das regionale Nachrichtenportal und die Regionalzeitung der Zukunft aussehen sollen, das wollen wir herausfinden. Gemeinsam mit Ihnen. (Florian Bolli und Malte Aeberli, Co-Chefredaktoren a.i.)

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