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Ausgezeichnete Handwerkskunst am Lehrlingswettbewerb

96 Lernende boten am Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in ihre Ausbildung. Fünf Arbeiten wurden an der Schlussfeier am Samstag mit dem Jury-Preis ausgezeichnet.

Sebastian
Schuler
Montag, 14. November 2022, 07:00 Uhr Sponsored Content

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland (LWZO).

«Es ist heutzutage nicht selbstverständlich, dass junge Menschen bereit sind, so viel Zeit und Ehrgeiz in die Durchführung eines Projektes zu stecken», sagte Jury-Mitglied Daniela Waser an der Schlussfeier zu den Teilnehmenden des diesjährigen Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland (LWZO). 

Nach zwei Jahren Onlinedurchführung konnte der Anlass dieses Jahr wieder Ort stattfinden. Turnusmässig präsentierten die Lernenden heuer ihre Arbeiten wieder im Bildungszentrum Uster. Mit insgesamt 34 Projekten standen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während vier Tagen dem Publikum Rede und Antwort und boten einen Einblick in ihren Beruf.

Vielseitige Projekte

Ein Angebot, das rege genutzt wurde, sagt Philipp Büeler, Standortleiter Uster. «Über 1000 Schülerinnen und Schüler und zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher kamen während dieser Tage in die Turnhalle des Bildungszentrums. Sie alle genossen es, nach den Onlinedurchführungen der letzten Jahre die Projekte wieder live erleben zu können.»

Und zu bestaunen gab es bei dieser Ausgabe einiges: vom selbstgebauten Kickertisch, über das eigens entwickelte Computerspiel bis hin zum klimaneutralen Arbeitsplatz. Lucas Nickel, Produktionsmechaniker EFZ im zweiten Lehrjahr, konstruierte eine funktionstüchtige E-Gitarre und verband so Beruf und Hobby. «Ich spiele in meiner Freizeit sehr gerne Gitarre und eines Tages meinte mein Ausbildner aus Spass, ich solle doch eine eigene Gitarre bauen.» Aus Spass wurde Ernst und schliesslich zeichnete die Jury die Arbeit des Dübendorfers sogar mit einem Preis aus.

Ebenfalls zu den prämierten Projekten gehört der Prozess der Kunststofftrennung mit Terahertzstrahlung, den Sofie Liz Gnannt und Luis Nicklaus Cáceres ausgearbeitet haben. Die angehenden Physiklaboranten haben nicht mit dem Sieg gerechnet. «Wir steckten sehr viel Mühe und Zeit in unser Projekt, und daher ist es umso schöner, dass wir diese Auszeichnung erhielten», sagt Gnannt. Mit ihrer Arbeit wollten sie zeigen, dass ihr wissenschaftlicher und scheinbar trockener Arbeitsalltag sehr viel Kreativität beinhalten kann, ergänzt Cáceres.

Selbstvertrauen tanken am LWZO

Viel kreatives Geschick bewies auch Vanessa Werner bei ihrem Projekt «Wald Weihnachten», das auch einen Jury-Preis erhielt. Sie stellte verschiedene Dekorationselemente aus getrockneten Pflanzen her. Die Floristin im zweiten Lehrjahr demonstrierte mit ihrer Arbeit die Vielseitigkeit ihres Berufs. Die Teilnahme am LWZO habe ihr auch persönlich viel gebracht. «Es hat mir gezeigt, dass ich gut in dem bin, was ich mache. So kann ich meine Arbeit zukünftig mit mehr Selbstvertrauen angehen.»

Weiter prämiert wurden die «Medienwand» von sechs Lernenden der Firma Dormakaba AG und das Modell «Skyfall Miniatur» von drei Lernenden der Ferag AG. Zudem erhielten zehn Projekte einen Teilnehmerpreis, den die Lernenden selbst verliehen.

Aber auch ohne Preis gab es für die Lernenden einiges aus der Teilnahme am LWZO mitzunehmen. «Viele der jungen Leute mussten zum ersten Mal etwas ganz allein erarbeiten und können davon bestimmt für das weitere Berufsleben profitieren», sagt Büeler. Für die nächsten Ausgaben wünscht er sich, dass die gezeigte Berufsvielfalt noch grösser wird. «Es wäre schön, wenn vermehrt auch Lernende aus nichttechnischen Berufen am LWZO teilnehmen würden.»