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Wärmenetze als Energiequelle der Zukunft

Viele Energiekunden suchen derzeit nach regionalen und nachhaltigen Versorgungsquellen. Wärmenetze gelten als effizient und sind für den Endverbraucher langfristig auch kostengünstig. Die Energieversorger arbeiten an der grossflächigen Erschliessung, benötigen allerdings noch etwas Zeit.

Lennart
Langer
Freitag, 22. Juli 2022, 13:00 Uhr Sponsored Content
Die Glatt in Dübendorf fliesst durch grüne und blühende Uferzonen.
Die idyllische Glatt dient in Dübendorf als Energielieferantin.
Foto: Lennart Langer

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Glattwerk AG.

Markus Thoma wünscht sich derzeit vor allem Geduld. Der Bereichsleiter Gas- und Wärmeversorgung der Glattwerk AG wird seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine und der drohenden Gasknappheit mit Anfragen von interessierten Dübendorferinnen und Dübendorfern überhäuft. Diese möchten die Energieversorgung von Mehrfamilienhäusern absichern und künftig mit erneuerbaren Energien abdecken.

«Langfristig sind dafür Ideen und Visionen vorhanden», sagt der Energieexperte für Dübendorf und Gockhausen. Doch kurzfristig kann Thoma keine Lösungen anbieten und muss die Interessenten aus diesem Grund regelmässig vertrösten. Er bittet deshalb auch um Nachsicht: «Wir werden auf die Kunden zugehen, sobald wir etwas anbieten können.»

Bereits zwei bestehende Wärmenetze

Rund 60 Prozent der Haushalte in Dübendorf und Gockhausen beziehen ihre Energie aktuell über Gas. Das ist ein relativ grosser Anteil. «Wir gehen davon aus, dass etwa 70 Prozent von ihnen sich sofort einem Wärmenetz anschliessen würden», meint der Energieexperte.

Zwei CO2-neutrale Wärmenetzprojekte konnte die Glattwerk AG für private Investoren bereits realisieren. Auf dem Zwicky-Areal werden rund 1000 Wohnungen mit sogenannter kalter Fernwärme versorgt. Dafür wird dem gereinigten Abwasser aus der Ara Neugut mittels dezentraler Wärmepumpen Wärme entzogen.

Eine Wasserfassung aus Metall ist am Ufer der Glatt verbaut.
Fällt kaum auf: die Wasserfassung an der Glatt bei der Überbauung im Giessen.
Foto: PD

Das Neubauquartier im Giessen wurde mit einem Nahwärmeverbund erschlossen. Hier profitieren rund 500 Wohnungen. Für die Energiegewinnung wird Oberflächenwasser aus der Glatt genutzt, mit dem in zwei separaten Schritten zuerst das Heizungs- und anschliessend das Brauchwarmwasser erwärmt wird.

Effiziente und nachhaltige Lösung

«Das ist unsere Philosophie an der Glatt», sagt Thoma, verweist aber sogleich auf die beschränkten Möglichkeiten: «Die Schwierigkeit ist es, überhaupt mal etwas aufbauen zu können.» Knackpunkt für weitere Projekte sind einerseits die Vorgaben des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich (Awel), andererseits die verfügbaren Landflächen entlang der Glatt. Neue, unterirdische Filteranlagen und Wärmezentralen benötigen genügend Platz, und dieser muss von den Landbesitzern für mehrere Jahrzehnte zur Verfügung gestellt werden.

Bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet sich aktuell die Planung für ein sogenanntes Anergienetz an der Glatt. Thoma hofft, bald einen geeigneten Ort dafür gefunden zu haben. Ein Anergienetz funktioniert ähnlich wie ein Nahwärmeverbund. Es besitzt aber zusätzlich einen Erdspeicher. «Dort kann man die Wärme einlagern und gleichzeitig Kälte beziehen», erklärt Thoma.

Porträtfoto von Markus Thoma.
Markus Thoma ist Bereichsleiter Gas- und Wärmeversorgung der Glattwerk AG.
Foto: PD

In der saisonalen Bewirtschaftung von Kälte und Wärme besteht der grosse Vorteil eines Anergienetzes. Der Betrieb ist allerdings sehr komplex. Bei Bedarf kann das Netz zudem auch erweitert werden, ein weiterer Vorzug gegenüber anderen Systemen.

Energiekunde trägt kein Risiko

Ein weiteres Projekt, das jedoch erst in einigen Jahren konkret werden dürfte, ist die Produktion von nachhaltiger Energie mittels einer Holzschnitzelanlage. Damit könnte man Quartiere, die eine besonders hohe Energiedichte haben, mit Fernwärme versorgen. «Der Vorteil für die Hausbesitzer ist, dass sie nur eine kleine Übergabestation benötigen würden», erklärt Markus Thoma.

Eine solche Anlage könnte zudem auch ältere Gebäude, die noch nicht den neuesten Sanierungsstandards entsprechen, mit genügend Wärme versorgen. Doch auch hier besteht die grosse Herausforderung darin, einen optimalen Standort zu finden, genügend Platz zur Verfügung zu haben und Akzeptanz für den Bau einer Wärmezentrale zu schaffen.

Wie bei den bereits bestehenden Wärmeerzeugungsanlagen werde die Glattwerk AG auch in Zukunft auf ein sogenanntes Wärmecontracting setzen. Das finanzielle Betriebsrisiko liegt dabei vollumfänglich beim Energieerzeuger, während die Kunden von innovativen erneuerbaren Energiequellen profitieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.glattwerk.ch.

Mit der Energiestrategie 2050 hat die Schweiz ihre Energiepolitik neu ausgerichtet. Dadurch sollen der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie und ein sukzessiver Umbau des Schweizer Energiesystems bis 2050 ermöglicht werden. Dies, ohne die bisher hohe Versorgungssicherheit der Schweiz zu gefährden. Die Energieeffizienz soll künftig deutlich erhöht, der Anteil der erneuerbaren Energien gesteigert und der energiebedingte CO2-Ausstoss gesenkt werden. Zudem dürfen keine Rahmenbewilligungen zum Bau neuer Kernkraftwerke erteilt werden.

Die Glattwerk AG setzt sich als Energieversorgerin für Dübendorf und Gockhausen für eine kontinuierliche und nachhaltige Umsetzung der Energiestrategie 2050 ein.