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Solaranlagen liefern nachhaltigen und kostengünstigen Strom. Foto: PD

So wird der Solarstrom kostengünstig und transparent abgerechnet

Wer sich aktuell um Solarmodule bemüht, dürfte es schwierig haben, noch welche für den Winter zu erhalten. Doch langfristig macht die Produktion von eigenem Solarstrom Sinn – aus Umweltschutzgründen und auch wirtschaftlich.

Solaranlagen liefern nachhaltigen und kostengünstigen Strom. Foto: PD

Veröffentlicht am: 19.09.2022 – 08.05 Uhr

Die Idee scheint so simpel wie genial. Um die drohende Energiemangellage im Winter zu umgehen, platziert man einige Solarmodule auf dem Dach – und schon fliesst der Strom auch dann, wenn es überall sonst dunkel wird. Ein weiterer Vorteil: Der selbst produzierte Solarstrom ist vergleichsweise günstig.

Nicht zuletzt deshalb ist für Fabian Nager, den Geschäftsführer des Dübendorfer Energieversorgers Glattwerk AG, die Installation einer Solaranlage langfristig auf jeden Fall der richtige Weg, um sich nachhaltig und finanziell abzusichern. «Die Strompreise werden weiter steigen», sagt Nager. Der städtische Energieversorger hat deshalb schon vor Jahren eine Eigenverbrauchsabrechnung für Mehrfamilienhäuser entwickelt, die sowohl für die Investoren als auch für die Energieverbraucher besonders attraktiv sein soll.

«Eine normale Solaranlage hat keinen Notstrombetrieb»

Grundsätzlich sieht das auch Andrew Knuth so. Mit einem Trugschluss räumt der Geschäftsführer der Walliseller Firma SoloSolar, die Solaranlagen plant und installiert, sogleich auf: «Eine normale Solaranlage hat keinen Notstrombetrieb.» Kommt es zu Abschaltungen, liefert auch die eigene Photovoltaikanlage keinen Strom mehr.

 

Damit eine Solaranlage autark funktionieren kann, braucht es einen speziellen Batteriespeicher. Solche Geräte können aktuell aber nicht einmal mehr vorbestellt werden. Gründe dafür sind einerseits die hohe Nachfrage, andererseits die Nachwirkungen des fast kompletten Produktionsstopps während der Corona-Pandemie in China.

Sowieso sei die Beschaffung gewisser Teile momentan sehr problematisch. Das liege an den unterbrochenen Lieferketten, «zudem kommt die Produktion bei der enormen Nachfrage nicht nach», sagt Knuth. «Im Moment nehmen wir gar keine Anfragen oder Aufträge mehr entgegen.» Auch eine Warteliste führt er inzwischen nicht mehr: «Vor dem Frühling hat man sowieso keine Chance mehr.»

Wirtschaftlich interessant bei hohem Eigenverbrauchsanteil

Trotz der aktuellen Hindernisse sieht Andrew Knuth aber die Zukunft in der Solarenergie. Viel braucht es nicht: eine freie Wand und etwas Platz im Keller und auf dem Dach – und etwas Geduld, bis alle Bewilligungen eingeholt und die Formulare für die Förderbeiträge ausgefüllt sind sowie die Anlage schliesslich auf dem Dach installiert und komplett ans Stromnetz angeschlossen ist.

Geld verdienen werde man mit einer Solaranlage zwar nie. «Es muss der grüne Gedanke dahinter sein, die Freude an der Technik», sagt Knuth. Aber der nachhaltige Strom aus der Photovoltaik ist dennoch wirtschaftlich interessant, vor allem wenn der Eigenverbrauchsanteil möglichst hoch ist. Innerhalb von 15 bis 20 Jahren sei eine Anlage amortisiert.

Ein möglichst hoher Eigenverbrauch ist deshalb attraktiv, weil man deutlich mehr Geld für Strom aus dem Netz bezahlt, als man für jenen Strom zurückerhält, den man ins Netz einspeist. «Dieser Strom ist mehr wert», sagt Knuth. Dessen ist sich auch Fabian Nager, der Geschäftsführer der Glattwerk AG, bewusst. Bei Einfamilienhäusern mit Solaranlagen sei das noch einigermassen unkompliziert, etwas komplexer werde die Angelegenheit bei Mehrfamilienhäusern. Doch auch dafür gibt es Lösungen.

Mit einem System, das eine möglichst transparente und kostengünstige Eigenverbrauchsabrechnung bietet, stellt die Glattwerk AG sowohl für die Eigentümer als auch für die Mieter eine finanziell vorteilhafte und unkomplizierte Abrechnungsmöglichkeit bereit. «Der Strom von den Solaranlagen sollte für die Mieter verfügbar sein», ist Nager überzeugt.

Eigenverbrauchsabrechnung in Mehrfamilienhäuser als unkomplizierte Lösung

Die Mieter bleiben durch die Eigenverbrauchsabrechnung direkte Kunden der Glattwerk AG. Smartmeter registrieren im Viertelstundentakt den effektiven Stromverbrauch der einzelnen Parteien. Der mit den Solarmodulen produzierte Strom wird dabei proportional auf die einzelnen Endverbraucher je nach effektivem Gesamtstromverbrauch aufgeteilt. Dies gilt auch für den aus dem Netz dazugekauften Strom.

Mit einer kostenlosen App haben die Mieter jederzeit die Möglichkeit, ihren effektiven Verbrauch zu überprüfen. Dadurch entsteht eine grosse Transparenz, und der Mieter kann sein Verbrauchsverhalten der Verfügbarkeit des selber produzierten Stroms anpassen.

Die Alternative sei ein privater Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), erklärt Nager. «Allerdings sind dafür die Investitionskosten für den Eigentümer massiv höher. Wir hingegen sind fortschrittlich und günstig.»

Im Hinblick auf den kommenden Winter sieht Fabian Nager zudem noch einen weiteren Vorteil der Eigenverbrauchsabrechnung. Mit einem ZEV gelte man als Grossverbraucher bei der Ostral (Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen). «Grosse Liegenschaften sind bei einem Bezug ab 100 000 Kilowattstunden bei einer Strommangellage kontingentierungspflichtig.» Auch Private müssten sich dann womöglich drastisch beim Stromverbrauch einschränken. Mit der Eigenverbrauchsabrechnung der Glattwerk AG würden hingegen alle Mieter als Einzelkunden zählen. Von einer Kontingentierung wären diese gemäss den aktuellen Plänen des Bunds nicht betroffen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.glattwerk.ch

Energiestrategie 2050
Mit der Energiestrategie 2050 hat die Schweiz ihre Energiepolitik neu ausgerichtet. Dadurch sollen der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie und ein sukzessiver Umbau des Schweizer Energiesystems bis 2050 ermöglicht werden. Dies, ohne die bisher hohe Versorgungssicherheit der Schweiz zu gefährden. Die Energieeffizienz soll künftig deutlich erhöht, der Anteil der erneuerbaren Energien gesteigert und der energiebedingte CO2-Ausstoss gesenkt werden. Zudem dürfen keine Rahmenbewilligungen zum Bau neuer Kernkraftwerke erteilt werden. Die Glattwerk AG setzt sich als Energieversorgerin für Dübendorf und Gockhausen für eine kontinuierliche und nachhaltige Umsetzung der Energiestrategie 2050 ein.


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