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Das Monster in mir: Reiner Zufall oder stilles Erbe?

Vorschau auf den Vortrag über Krebserkrankungen der Frau vom 4. Mai 2022

Promotion
Montag, 02. Mai 2022, 15:24 Uhr Publireportage
Foto: Spital Uster

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Publireportage. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim Spital Uster.

Spital Uster
Brunnenstrasse 42
Postfach, 8610 Uster
Telefon 044 911 11 11
Fax 044 911 11 00

Gynäkologische Krebserkrankungen treten häufig familiär bedingt auf. So hat sich die Schauspielerin Angelina Jolie vorsorglich Brüste und Eierstöcke entfernen lassen, da ihre Mutter an Brust- und Eierstockkrebs erkrankte und dem Leiden erlag. Denn werden mutierte Genvarianten vererbt, erhöht sich das Krebsrisiko. Mit Vorsorge lässt sich aber einiges verhindern. Ahmed El-Balat, Chefarzt Frauenklinik, beantwortet im Interview die drängendsten Fragen.

Können Brust- und Eierstockkrebs erblich bedingt sein?
Ahmed El-Balat: Ja, das ist in der Tat so. Dem erblich bedingten Brust- und Eierstockkrebssyndrom liegen Veränderungen in verschiedenen Genen, u.a. in den Brustkrebs-Genen BRCA1 und BRCA2 für «Breast Cancer», das englische Wort für Brustkrebs, zugrunde. Aber meist sind Brust- und Eierstockkrebs zufällig auftretende Erkrankungen. Nur bei fünf bis zehn Prozent der Betroffenen entsteht Brustkrebs infolge einer erblichen Veranlagung. Bei Eierstockkrebs liegt der Anteil höher.

Wenn ich das Gen in mir trage, erkranke ich also an Krebs?
Die Genveränderung selbst bewirkt noch keinen Krebs, sondern führt zu einem erhöhten Risiko. Das bedeutet, nicht alle Trägerinnen einer BRCA-Genveränderung erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. Es ist aber wichtig, dass die betroffenen Frauen das Risiko kennen.

Welche Massnahmen empfehlen Sie Risikopatientinnen?
Frauen, in deren Familien gehäuft Brust- und Eierstockkrebs vorkommen, sollten sich von einer Fachperson beraten lassen – insbesondere wenn die Erkrankungen in «jungen» Jahren aufgetreten sind. Liegen spezielle Risikokonstellationen vor, sind neben engmaschigen ärztlichen Untersuchungen weitere Abklärungen und gegebenenfalls eine genetische Beratung sinnvoll.

PD Dr. med. Ahmed El-Balat. (Foto: Spital Uster)

PD Dr. med. Ahmed El-Balat, der die Frauenklinik des Spitals Uster seit Januar 2022 leitet, ist ein ausgewiesener Spezialist der gynäkologischen Onkologie – des Fachgebiets also, das sich mit der Erforschung, Diagnostik und Behandlung spezieller Krebserkrankungen der Frau – wie Brust-, Eierstock-, Gebärmutter- und Scheidenkrebs – befasst. Vor seinem Stellenantritt am Spital Uster war er jahrelang leitender Oberarzt in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Frankfurt (DE) und als solcher für die Koordination des gynäkologischen Krebszentrums tätig.

Sind drastische Schritte – wie die Entfernung der Brüste oder Eierstöcke – immer notwendig?
Das Wichtigste ist, zuerst die Familiengeschichte hinsichtlich Krebserkrankungen zu betrachten. Dann ist die genetische Beratung an einer von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) geprüften Beratungsstelle essenziell. Sollte eine genetische Veränderung vorliegen, abhängig vom betroffenen Gen, kommen manchmal vorbeugende Operationen in Frage.

Welche Früherkennungsuntersuchungen gibt es?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einem erhöhten Risiko für Brust- und Eierstockkrebs zu begegnen: Regelmässige Selbstuntersuchung der Brust, Untersuchungen der Brust durch den Arzt ab dem 25. Lebensjahr, jährliches Brust-MRI zwischen dem 25. und 60. Lebensjahr oder eine jährliche Mammografie ab dem 30. Lebensjahr. Die Eierstöcke werden mittels Ultraschall in der Frauenarzt-Praxis untersucht.

Was kann ich selber zur Prävention beitragen?
Zusätzlich zu den Früherkennungsmassnahmen empfiehlt sich ein möglichst gesunder Lebensstil. Dazu gehören: Nichtrauchen, regelmässige körperliche Bewegung und Sport, ausgewogene Ernährung, Übergewicht vermeiden und geringer Alkoholkonsum.

Öffentliche Vorträge

«Das Monster in mir: Reiner Zufall oder stilles Erbe?»
Referent: PD Dr. med. Ahmed El-Balat, Chefarzt Frauenklinik
Datum: Mittwoch, 4. Mai 2022
Zeit: 19.30 Uhr (Türöffnung 19.00 Uhr)
Ort: Forum, Spital Uster

«Lungenkrebs: Individuelle Therapieansätze»
Referenten: Dr. med. Sibylle Wolleb, Stv. Leitende Ärztin Onkologie; PD Dr. med. Daniel Franzen, Co-Chefarzt Pneumologie; Dr. med. Georg Tscherry, Chefarzt Onkologie
Datum: Mittwoch, 1. Juni 2022
Zeit: 19.30 Uhr (Türöffnung 19.00 Uhr)
Ort: Forum, Spital Uster

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – die Anzahl Sitzplätze jedoch beschränkt. Bitte nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. Im Spital gilt weiterhin Maskenpflicht.
Sie möchten online am Vortrag teilnehmen? Anmeldung unter spitaluster.ch/vortrag

«Aktuell: Volksabstimmung Rechtsformwandlung»
Das Stimmvolk stimmt am 15. Mai 2022 über die Umwandlung des Spitals Uster in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft ab.
Informieren Sie sich unter spitaluster.ch/rechtsformumwandlung.