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Kooperation mit Transportschule

«Ein Fahrlehrer ist die Geduld in Person»

Paolo Falbo ist seit drei Jahren Fahrlehrer der Kategorie B an der Transportschule in Wetzikon. Was typische Anfängerfehler sind und wie er auf ängstliche Schüler reagiert.

Montag, 19. Oktober 2020, 06:00 Uhr Kooperation mit Transportschule
Paolo Falbo ist Fahrlehrer an der Transportschule in Wetzikon.
Foto: Melina Aeschbach
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Verraten Sie uns: Gab es einen Fahrschüler, bei dem Sie Respekt hatten, ins Auto zu steigen?
Paolo Falbo: Einmal kam das vor. Aber nicht, weil er schlecht gefahren ist. Er war Student und hatte die Nacht durchgebüffelt. Seine Reaktionsschnelligkeit war durch die Müdigkeit derart beeinträchtigt, dass ich die Fahrstunde abbrach.

Wie gehen Sie mit ängstlichen Schülern um?
Ich unterscheide zwischen zwei Ängsten. Einerseits die Nervosität davor, etwas Neues zu lernen und Fehler zu begehen. Das kennen wir alle, überwinden wir aber. Andererseits gibt es die Angst vor dem Autofahren. Vielleicht kommt sie von einem erlebten Unfall. Ich nehme mir immer Zeit, um auf solche Vorgeschichten oder Bedenken einzugehen.

Was sind typische Anfängerfehler beim Autofahren?
Wenn Schüler losfahren wollen und das Auto nicht anfährt. Da bin ich im ersten Moment bewusst ruhig. Wenn dann alle Lampen am Armaturenbrett ausgehen und ein rotes Ausrufezeichen erscheint, gebe ich den Hinweis, dass es die Handbremse sein könnte. Dann lassen Anfänger beim Anfahren gerne die Kupplung zu schnell los, sodass der Motor abstirbt. Oft schauen sie auch an den Randstein oder in den Gegenverkehr und fahren dann ihrem Blick nach.

«Ich finde es besser, zuerst mit einem geschalteten Auto zu lernen.»

Das ist uns allen in der Anfangsphase auch passiert.
Genau. Schlussendlich ist eine Fahrstunde da, um solche Fehler zu begehen und um aus ihnen zu lernen. Das Vertrauen in den Fahrlehrer ist im Lernprozess das Wichtigste. Ich nehme mir Zeit. Ein Fahrlehrer ist die Geduld in Person.

Empfehlen Sie, mit einem Automaten oder geschaltet zu lernen?
Ich finde es besser, zuerst mit einem geschalteten Auto zu lernen. Beim Automaten startet man zwar direkt mit einem Vorsprung, denn die Kupplung fällt weg. Aber plötzlich wäre man froh, ein geschaltetes Fahrzeug bedienen zu können. Zum Beispiel ein Mietauto in den Ferien oder ein Zügelauto.

Wann ist ein Schüler Prüfungsreif?
Wenn der Schüler bereit ist, auf die Autobahn zu gehen, ist er auf dem Weg zur Prüfungsreife. Bei uns gibt es eine Probeprüfung, die genau wie die wirkliche Prüfung abläuft. Anstelle eines Experten tritt ein anderer Fahrlehrer der Transportschule. Besteht ein Schüler die Probeprüfung, ist er Prüfungsreif. Wenn nicht, üben wir noch etwas.
Interview: Melina Aeschbach

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Die Transportschule verlost unter ihren Fahrschülern, die zwischen dem 11. Mai 2020 und 30. Juni 2021 die Fahrprüfung der Kategorie B bestehen, einen Seat Ibiza Hola FR. Der Seat im Wert von 29‘000 Franken kommt von der Faust Auto AG in Hinwil und wird zusammen mit Züriost.ch, der Bank Avera, der Mobiliar Versicherung Wetzikon und dem TCS Gruppe Zürcher Oberland gesponsert.
Zum Wettbewerb geht es hier.