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Eine Schulklasse

«Wir als Gesellschaft müssen dafür sorgen, dass es genügend Arbeitsplätze für schulisch schwache Menschen gibt.» (Archivbild) Foto: Seraina Boner

Leserbrief

Die Gesellschaft sollte auch für schulisch schwächere Menschen genügend Arbeitsplätze schaffen

«Wir als Gesellschaft müssen dafür sorgen, dass es genügend Arbeitsplätze für schulisch schwache Menschen gibt.» (Archivbild) Foto: Seraina Boner

Veröffentlicht am: 15.12.2023 – 14.06 Uhr

Als Grossmami von acht Enkelkindern hat mich dieser Artikel besonders berührt. Ich finde, die Schule gibt sich Mühe, bei den Kindern die Liebe zum Lesen zu wecken. Wie es in den einzelnen Elternhäusern aussieht, kann ich nicht beurteilen. Ich möchte aber aus eigener Erfahrung etwas sagen: Ich wuchs mit zwei Schwestern auf. Ich gehörte zu den Kindern, die man nie zum Lesen auffordern musste. Ich drückte mich gerne vor «Hausämtli» und verschwand mit einem Buch, um zu lesen. Lesen war schön für mich, es führte mich in andere Welten. Meine beiden Schwestern waren das Gegenteil. Alle haben wir die gleiche Erziehung erfahren. Ich interessierte mich früh für Fremdsprachen. Dies, obwohl meine Mutter die Bewohner ennet des Gotthards heimlich als Tschinggen titulierte und Französisch als Schulstoff als nicht notwendig sah. Sie pflegte bis ins hohe Alter Haus und Garten tipptopp und erwartete, dass wir uns auch in diese Richtung entwickeln. Fazit: Nicht aus jedem Kind lässt sich ein begeisterter Leser formen.

Ich finde, wir als Gesellschaft müssen dafür sorgen, dass es genügend Arbeitsplätze für schulisch schwache Menschen gibt. Nur so können Letztere ihren Selbstwert auf ehrliche Weise stärken.

Meine Katze sagt: Ich kann nicht lesen, aber ich weiss, dass die violette Packung für das Frühstück und die lila Packung fürs Abendessen bestimmt ist.

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