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Katzen gequält: bedingte Strafe für Anwältin

Katzen gequält: bedingte Strafe für Anwältin

Zwei Monate lang hatte sich eine Anwältin nicht um ihre Katzen im Zürcher Oberland gekümmert. Dafür wurde sie nun zu einer Busse und einer bedingten Geldstrafe verurteilt.

Ernst
Hilfiker
Mittwoch, 23. September 2015, 17:25 Uhr

Eine Rechtsanwältin war vom Zürcher Oberland an den Zürichsee gezügelt. Den Transfer nicht mitmachen durften allerdings ihre zwei Katzen: sie blieben Ende 2014 am früheren Wohnort zurück.

Hungertod drohte

Und dort ging es den Tieren nicht gut. Denn über eine Zeit von zwei Monaten hinweg wurden sie «weder mit geeignetem Futter und Wasser» versorgt, noch hatte die heute 56-jährige Frau «anderswie die Betreuung der Katzen sichergestellt», wie der Staatsanwalt, der sich später mit dem Fall befasste, in einem Strafbefehl festhielt. Die Tiere seien dadurch ihrem Schicksal ausgeliefert gewesen. Einem Schicksal, bei dem für die Frau voraussehbar gewesen sei, dass die Katzen «verhungern, verdursten oder – durch Verletzungen, Krankheiten, mangelnde Pflege – anderswie leiden oder eingehen könnten».

Nur dank Nachbarin überlebt

Die Rechtsanwältin wurde deshalb kürzlich wegen vorsätzlicher Tierquälerei per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 230 Franken verurteilt. Die Strafe wurde bedingt ausgesprochen, muss also nicht bezahlt werden. Zu bezahlen hat die 56-Jährige hingegen eine Busse von 300 Franken sowie die Verfahrenskosten im Umfang von 700 Franken.

Übrigens: Die beiden Katzen überlebten die zwei Monate ohne Betreuung. Aber nur, weil laut Strafbefehl die frühere Oberländer Nachbarin der Anwältin ohne deren Wissen täglich nach den Tieren gesehen und sie gefüttert hatte. Schliesslich fing die Nachbarin das Duo ein und übergab es dem Tierrettungsdienst.

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