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Kanton Zürich baut sein Cybercrime-Zentrum aus

20 neue Stellen

Kanton Zürich baut sein Cybercrime-Zentrum aus

Der Kampf gegen Internetkriminelle wird immer wichtiger: Die Zürcher Regierung hat daher bei Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft insgesamt 20 neue Stellen bewilligt.

Mike
Gadient
Mittwoch, 15. Februar 2017, 15:38 Uhr 20 neue Stellen
Der Kanton Zürich intensiviert die Bekämpfung der Cyberkriminalität und schafft 20 zusätzliche Stellen bei Polizei und Staatsanwaltschaft. (Symbolbild: Keystone)

Die Probleme sind bekannt: Im Internet sind Hacker aktiv, welche die IT-Strukturen von staatlichen Organisationen oder privaten Unternehmen angreifen. Im Internet tummeln sich Betrüger, die unbedarfte Internetnutzer zu Vorauszahlungen verleiten, ohne im Gegenzug die angebotene und versprochene Ware zu liefern.

«Die rasante Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft vergrössert die Angriffsflächen für Cyberkriminelle laufend», sagte Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) am Mittwoch an einer Medienkonferenz. Damit nähmen auch die Anforderungen an die Cybercrime-Kompetenz der Strafverfolgungsbehörden zu.

Mehr Informatiker und Staatsanwälte

Für einen verstärkten Kampf gegen die Internetkriminalität und die digitalisierte Kriminalität bewilligte der Regierungsrat nun 20 neue Stellen.

Bei der Kantonspolizei Zürich sollen zehn zusätzliche zivile Informatikspezialisten angestellt werden. Bei der Staatsanwaltschaft werden fünf neue Stellen für Staatsanwälte sowie fünf für Verwaltungsassistenzen zu deren Unterstützung geschaffen.

Vor acht Jahren hatte die Regierung die Bekämpfung von Cybercrime erstmals als einen der Schwerpunkte der Strafverfolgung definiert. Ende 2013 nahm das «Kompetenzzentrum Cybercrime Zürich» seinen Betrieb auf, das gemeinsam von Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei und unter Einbezug der Stadtpolizei Zürich geführt wird. (sda)

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