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In Wäldern und Waldesnähe

Kanton verhängt ein Feuerverbot

Die Trockenheit sorgt für eine kantonale Regulierung beim Grillieren. Der Kanton verhängt wegen erhöhter Waldbrandgefahr ein Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe - der Sicherheitsabstand beträgt bis zu 200 Meter. Das Verbot gilt per sofort, die Gemeinden können das Verbot sogar noch verschärfen.

David
Kilchör
Freitag, 27. Juli 2018, 08:35 Uhr In Wäldern und Waldesnähe

Die anhaltende Trockenheit und die Wetteraussichten in den nächsten Tagen deuten laut einer Mitteilung der kantonalen Baudirektion auf eine Verschärfung der Waldbrandgefahr hin. Aus diesem Grund verhängt sie per sofrt ein Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe bei einem Sicherheitsabstand von 200 Metern.

Das Verbot sei in Absprache mit dem kantonalen Fachstab Trockenheit für das gesamte Kantonsgebiet gesprochen worden, heisst es in der Mitteilung. Auf Anfrage bestätigt der Wetziker Revierförster Stefan Burch die erhöhte Waldbrandgefahr aufgrund der Trockenheit. Er habe sich selber am Monitoring des Kantons beteiligt.

Höhenfeuer verboten

Laut Mitteilung des Kantons gilt das Feuerverbot ausdrücklich auch für Höhenfeuer und bestehende, eingerichtete Feuerstellen bei Picknick- und Spielplätzen. Im Wald oder in Waldesnähe dürfen zudem keine brennenden Raucherwaren und Streichhölzer weggeworfen werden. Im ganzen Kanton darf man auch keine Himmelslaternen aufsteigen lassen.

Für kontrollierte Grillfeuer in Siedlungsgebieten wie Gärten, Schrebergärten, auf Terrassen und dergleichen gilt das Verbot nicht. Dennoch sei auch hier höchste Vorsicht geboten, schreibt die Baudirektion (siehe Box).

Feuerwerk bleibt erlaubt

Gemäss aktueller Lagebeurteilung sei das Abbrennen von Feuerwerkskörpern am 1. August erlaubt, wobei auch hier zu sorgfältigem Umgang aufgerufen werde. Zu beachten sei insbesondere der Sicherheitsabstand von 200 Metern zu den Waldrändern. Die zuständigen Stellen beobachtne die Situation weiterhin, die Gemeinden können bei besonderer Gefahrenlage auf ihrem Territorium jederzeit ein allgemeines Feuerverbot anordnen, so die Baudirektion.

Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit einer polizeilichen Ahndung rechnen. Das Verbot bleibt bis auf Weiteres in Kraft und wird erst nach ergiebigen, flächendeckenden Niederschlägen wieder aufgehoben.

Vorsichtsmassnahmen beim Grillieren

Ausserhalb der Wälder und mit genügend Abstand zu ihnen kann man weitehrin grillieren und Feuer entfachen. Laut kantonaler Baudirektion muss man dabei aber auf folgende Punkte achten:

  • Keine brennenden Raucherwaren und Streichhöler wegwerfen.
  • Keine landwirtschaftlichen Räumungsfeuer entfachen.
  • Grillfeuer dauernd beobachten, bei Funkenflug Feuer sofort löschen.
  • Feuer vor dem Weggehen vollständig löschen.
  • Grillasche nicht unachtsam entsorgen.
  • Bei Wind ganz auf Feuer im Freien verzichten.

 

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