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Justiz
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Bordell von aussen mit Leuchtreklame «Girls».

Die Frau musste jeden Tag für Kontakte mit Freiern bereit sein. War sie krank, addierte der nun Verurteilte das entgangene Geld zu den bestehenden Schulden. (Symbolbild) Foto: Pixabay

Bezirksgericht Pfäffikon

Verurteiltem Menschenhändler «ging es ums Geld»

Das Gericht hat einen geständigen 32-jährigen Spanier wegen Menschenhandel bestraft. Fachleute wünschen sich häufigere Verurteilungen für dieses Verbrechen.

Die Frau musste jeden Tag für Kontakte mit Freiern bereit sein. War sie krank, addierte der nun Verurteilte das entgangene Geld zu den bestehenden Schulden. (Symbolbild) Foto: Pixabay

Veröffentlicht am: 05.02.2024 – 08.46 Uhr

15’000 Franken innert dreier Monate wollte sie als Masseurin verdienen. Mit dieser Hoffnung war eine Frau Ende Dezember 2019 aus Kolumbien in die Schweiz gereist. Von der Möglichkeit hatte sie über eine Landsfrau und frühere Arbeitskollegin in den sozialen Medien erfahren.

Die Kollegin vermittelte den Kontakt zu ihrem «Chef», und der kaufte ihr das Flugticket von Bogotá in die Schweiz. Vor ihrer Abreise liess er der Frau den Ausdruck einer gefälschten Airbnb-Buchung mit Bildern einer geräumigen und modernen Wohnung zukommen.

Man ahnt, es kam anders als von ihr erhofft: Der «Chef» der Kollegin holte die Kolumbianerin am Flughafen Zürich ab und brachte sie nach Effretikon in ein Haus, das er gemietet hatte. Es handelte sich nicht um die geräumige, moderne Wohnung auf der gefälschten Buchung. Das steht in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II, die unter anderem auf organisierte Kriminalität und Menschenhandel spezialisiert ist.

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