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«Im Zentrum stehen die Menschen»

Führungskultur

«Im Zentrum stehen die Menschen»

Der Zürcher Oberländer CSS-Generalagent Kewin-J. Asal über seinen erfolgsorientierten Führungsstil – und wie er damit sowohl Kunden als auch Mitarbeitende begeistert.

Monika
Zeller-Spross
Donnerstag, 15. März 2018, 13:19 Uhr
Herr Asal, Sie sind für die grösste Generalagentur der CSS verantwortlich (Zürich Nord, Ost und  Schaffhausen) und haben über 40 Mitarbeitende unter sich. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Individualität ist mir sehr wichtig. Ich möchte, dass sich alle ernst genommen fühlen. Dies war schon immer so und wird auch so bleiben. Gerade wegen unserer Grösse möchte ich explizit auf jeden einzelnen Mitarbeiter eingehen und meine Führung entsprechend anpassen. Die einen brauchen mehr Freiraum, andere mehr Austausch. Mein Erfolgsrezept lautet deshalb situatives Führen. Ich erwarte viel, aber die Menschlichkeit darf nie zu kurz kommen. Das bekommen am Ende auch unsere Kundinnen und Kunden zu spüren.
 
Inwiefern?
Indem sie es mit hoch motivierten Mitarbeitenden zu tun haben, die hart arbeiten, aber immer auch grossen Wert auf einen persönlichen Austausch und auf das Zwischenmenschliche legen. Im Zentrum stehen die Menschen. So fühlen sich eben nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Kunden ernst genommen. Das ist bei einer Versicherung das A und O. Gerade wenn Fragen auftauchen, ist es wichtig, dass sich der Kunde gut aufgehoben fühlt und ganz konkrete Ansprechpartner hat für seine Anliegen – und das garantieren wir.
 
Ist das situative Führen ein Führungsprinzip, das man lernen kann?
In der Theorie natürlich schon, aber eine ganz bestimmte Voraussetzung scheint mir wichtig für situatives Führen zu sein: Man muss sich als Führungskraft für Menschen interessieren. Wer nur führt, um der Führung willen, wird bald einmal an seine Grenzen stossen. Am Ende interessiert mich vor allem: Brennt jemand für das, was er tut? Darum sind bei mir auch Quereinsteiger sehr willkommen.
 
Ist es diesbezüglich ein Vorteil, bei einer der grössten Gesundheitsversicherungen der Schweiz zu arbeiten?
Das ist zweifellos der Fall, weil wir hier etablierte Prozesse und Abläufe haben und uns somit auf das Wesentliche konzentrieren können. Die Kundinnen und Kunden bekommen das unter anderem zu spüren, indem ihre Anliegen zeitnah bearbeitet werden und auch die Kostenrückerstattung reibungslos und unbürokratisch funktioniert. Wenn es drauf ankommt, möchten wir alle die bestmögliche Betreuung. Und dafür stehen wir ein. Die CSS geniesst deshalb eine hohe Glaubwürdigkeit – und zwar sowohl bei Privat- als auch bei Unternehmenskunden.
 
Was bietet denn die CSS, was andere nicht bieten?
Dank der Grösse können wir mit persönlichen und auf den jeweiligen Kunden abgestimmten Versicherungslösungen überzeugen – auch in der digitalen Welt, wo wir nicht nur auf dem neusten Stand sind, sondern zu den Trendsettern gehören. Dafür müssen sich unsere Mitarbeitenden stetig weiterentwickeln. Das bedeutet: schneller sein, besser sein, agieren und zwischen den Zeilen lesen. Zudem verfügen wir mit «Vivit» über einen eigenen Gesundheitsdienstleister mit einer vielfältigen und relevanten Angebotspalette. Dazu gehören eben auch Schulungen in Führungsfragen, da dies einen grossen Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden hat – und somit auch auf deren Gesundheit.
 
Aber sollten Mitarbeitende nicht selber für ihre Gesundheit verantwortlich sein?
Grundsätzlich schon, aber Arbeitgeber können sich hier nicht einfach aus der Verantwortung stehlen. Gerade die CSS als Gesundheitsversicherer möchte auch als Arbeitgeber eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Wir bieten deshalb nicht nur unseren Unternehmenskunden über die «Vivit» betriebliche Massnahmen zum Gesundheitsmanagement an, sondern lassen auch unsere eigenen Mitarbeitenden an solchen Angeboten teilhaben. Dazu gehören zum Beispiel Kurse zum Umgang mit Stress oder auch die Möglichkeit, bei Problemen eine externe Sozialberatung in Anspruch nehmen zu können. Ich sehe mich hier ebenfalls in der Verantwortung.
 
Wie tragen Sie selber als ­Führungskraft zu einem angenehmen Arbeitsklima auf Ihren Agenturen bei?
Neben der bereits erwähnten Individualität und dem damit verbundenen situativen Führen ist es mir wichtig, dass meine Mitarbeitenden eigenverantwortlich handeln können. Gute Führung basiert für mich immer auch auf Vertrauen. Erfolgskontrollen sollen in erster Linie dazu da sein, um als Führungskraft rechtzeitig zu erkennen, wenn etwas nicht mehr gut läuft, denn nur dann kann man auch eingreifen. Auch das gehört zu einer guten Führung: Bei Problemen nicht wegschauen, sondern handeln. Das erhöht die Glaubwürdigkeit als Führungskraft. Wer allerdings aus einem Misstrauen heraus die Mitarbeitenden kontrolliert, erzeugt ein Klima der Angst. Gute Führung basiert meiner Ansicht nach also wesentlich auf einem positiven Menschenbild.

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