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Illegaler Alkoholverkauf vor allem an Grossanlässen

13 Gemeinden im Zürcher Oberland haben in Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland und dem blauen Kreuz von Januar bis Oktober insgesamt 310 Alkohol-Testkäufe durchgeführt.

Mittwoch, 05. Dezember 2012, 11:47 Uhr

Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland mit Sitz in Uster unterstützte dieses Jahr mit dem «Aktionsjahr Jugendschutz» ihre Gemeinden bei der Durchsetzung der Jugendschutz- bestimmungen. In 13 Gemeinden wurden insgesamt 310 Alkohol-Testkäufe durchgeführt. 11 Prozent der getesten Betriebe verkauften illegal Alkohol an Jugendliche, wie die Suchtpräventionsstelle in ihrer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Im Vergleich zum Vorjahr – 27 Prozent – sei dies eine positive Bilanz.

Schlechte Noten für Grossanlässe

Schlecht fielen allerdings die Testergebnisse für Barbetriebe an Festanlässen, wie Chilbis oder Grümpelturnieren aus: Nur knapp die Hälfte bestand die Tests. Wo freiwilliges Barpersonal Alkohol anbiete, werde häufig Alkohol an Minderjährige verkauft, so das Ergebnis der Testkäufe. Dem Barpersonal fehle es an Wissen und/oder Verständnis für den Jugendschutz. Hier sei frühzeitiges Planen von Jugendschutzmassnahmen und praxisnahe Schulungen des Barpersonals unerlässlich.

Positive Entwicklung im Oberland

«Durch die Testkäufe kann eine Gemeinde prüfen, ob der Jugendschutz in ihren Verkaufsstellen eingehalten wird. Dadurch achtet das Personal im Detailhandel und in Gastrobetrieben vermehrt auf das Einhalten der gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen», so Yves Grünwald von der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland. Dass dieses Ziel der Sensibilisierung erreicht worden sei, zeige die starke Abnahme illegaler Verkäufe an Jugendliche in den letzten Jahren.

Seit 2006 existiert im Zürcher Oberland das von der Suchtpräventionstelle initiierte Netzwerk «Testkauf Gemeindeverbund». An regelmässigen Treffen diskutieren Entscheidungsträger aus Politik und Polizeiwesen des Zürcher Oberlands über Erfolge und Misserfolge der Jugendschutzmassnahmen. Ziel ist, negative Konsequenzen wie Lärm, Abfall, Vandalismus und Gewalt auf ein Minimum zu reduzieren. Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland unterstützt das Netzwerk mit Fachwissen.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Donnerstag, 6. Dezember.

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