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Thumbnail der Serie Frag den Doktor zum Thema Radiologie mit dem Spital Uster.

Anika Hansmann ist Chefärztin der Radiologie am Spital Uster. PD

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Radiologie: Der Blick ins Innere

Sie durchleuchten den menschlichen Körper auf der Suche nach Krankheiten und Verletzungen. Wie der Arbeitsalltag in der Radiologie aussieht und welche Untersuchungsmethoden zur Verfügung stehen, erklärt Radiologin Anika Hansmann.

Anika Hansmann ist Chefärztin der Radiologie am Spital Uster. PD

Veröffentlicht am: 17.05.2023 – 11.19 Uhr

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Die Hausärztin oder der Hausarzt ist die erste Anlaufstelle, wenn im Körper etwas zwickt und zwackt. Werden die Kopfschmerzen aber immer stärker, will das Ziehen in der Bauchgegend einfach nicht weggehen oder ist das Knie nach einem Zweikampf im Fussball stark angeschwollen, können die Patientinnen und Patienten zu einer radiologischen Untersuchung angemeldet werden.

«Die Radiologie befasst sich mit der Erfassung von Erkrankungen mittels verschiedener bildgebender Verfahren», erklärt Anika Hansmann, Chefärztin der Radiologie am Spital Uster. «So lassen sich in der radiologischen Praxis neben Tumoren beispielsweise auch Arthrose, Knochenbrüche, Gallensteine, Entzündungen, Schlaganfall oder Hirnblutungen diagnostizieren.»

Je nach Fragestellung legt die Radiologin oder der Radiologe das geeignete Untersuchungsprotokoll und die passende Untersuchungsmethode fest. Zu den zur Verfügung stehenden, bildgebenden Verfahren gehören die Computertomografie (CT), die Magnetresonanztomografie (MRT), der Ultraschall, das Röntgen und die Mammographie.

Mittels dieser Verfahren gilt es, die sich in irgendeiner Form im Körper manifestierten Krankheiten und Verletzungen zu finden. Dabei hat jede Untersuchungsmethode Vor- und Nachteile. «Gewisse Strukturen des Körpers lassen sich mit den einen Verfahren besser abbilden als mit anderen.»

Frühe Krankheitserkennung

Die Computertomografie wird dazu genutzt, um Schnittbilder des Körperinneren zu erhalten. Dazu muss sich die Patientin oder der Patient auf eine fahrbare Liege legen, die durch eine schnell drehende Röntgenröhre gefahren wird. Durch die hohe Auflösung der Bilder können Erkrankungen schon in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden und dementsprechend früh kann man mit der Behandlung beginnen. «Diese Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und dank der technologischen Entwicklung konnte man die Strahlenbelastung erheblich reduzieren», erklärt Hansmann. Trotzdem gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Ein weiteres Verfahren zur Anfertigung von Körperschnittbildern ist die Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie genannt. Im Gegensatz zum CT werden die Bilder hier mithilfe von Magnetfeldern erstellt. «Der hohe Weichteilkontrast mit der Kombination von unterschiedlichen Sequenzen ermöglicht oft eine genaue Differenzierung verschiedener Erkrankungen», sagt Hansmann. Manche Patienten empfinden die MRT-Untersuchung jedoch als belastend, da das Gerät im Betrieb relativ laut ist und die Röhre einengend wirken kann. «Dieser Belastung versuchen wir mit ablenkenden Bild-Projektionen und dem Tragen von Kopfhörern entgegenzuwirken.»

Kostengünstiger Ultraschall

Werden diese beiden schnittbildgebenden Verfahren von Radiologie-Fachpersonen durchgeführt, muss die Ultraschalluntersuchung immer von einer Ärztin oder einem Arzt gemacht werden. «Der Ultraschall ist eine weitverbreitete und kostengünstige Untersuchungsmethode», so Hansmann. Mittels Ultraschallwellen werden Echtzeitbilder vom Innern des Körpers erstellt. Da dabei keine Röntgenstrahlen zum Einsatz kommen, eignet sich diese Untersuchung besonders für Kinder und Schwangere.

Trotz des technischen Fortschritts der letzten Jahre, durch den sich die bildgebenden Untersuchungsmethoden in Bildqualität und Untersuchungsspektrum rasant weiterentwickelt haben, ist das Röntgen immer noch das am häufigsten eingesetzte Verfahren. Dieses kommt auch bei der Mammographie zum Einsatz, die zur Früherkennung von Brustkrebs dient.

Nach dem Erstellen der Bilder muss die Radiologin oder der Radiologe die anfängliche Verdachtsdiagnose bestätigen oder entkräften, und anschliessend selbst eine Diagnose stellen. «Diese halten wir in einem Befund fest und übermitteln ihn elektronisch der zuweisenden Ärztin oder dem Arzt.» Bei komplexen und wichtigen Untersuchungsergebnissen erfolgt die direkte Kontaktaufnahme, sodass der Befund gemeinsam besprochen und schnellstmöglich die geeignete Therapie eingeleitet werden kann.

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