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Gesellschaft
Man sieht ältere Menschen gemeinsam essen.

Älteren Menschen ein soziales Netzwerk zu bieten, sieht der Geschäftsführer Matthias Fuhrer als eine der Hauptaufgaben der Stiftung. Foto: PD

Stiftung knickt ein

Hinwiler Alterswohnungen gibt es jetzt auch ohne Aufpreis

Obligatorische Serviceleistungen beim Bezug einer günstigen Alterswohnung in Hinwil erregten die Gemüter. Nach grossem Druck krebst die Stiftung jetzt zurück.

Älteren Menschen ein soziales Netzwerk zu bieten, sieht der Geschäftsführer Matthias Fuhrer als eine der Hauptaufgaben der Stiftung. Foto: PD

Veröffentlicht am: 01.02.2024 – 09.29 Uhr

Betagte Personen, die in Hinwil eine günstige Alterswohnung suchten, staunten nicht schlecht. Seit Kurzem gab es solche Wohnungen nur noch gegen einen obligatorischen Aufpreis. Mit diesem sollten Dienstleistungen wie Reinigung und Mahlzeiten abgegolten werden. Viele Hinwilerinnen und Hinwiler fühlten sich dadurch bevormundet.

Die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) wollten diesem Thema eine Plattform bieten und führten vor zwei Wochen einen Anlass zum Thema durch. Als Redner waren der Präsident und der Geschäftsführer der Stiftung Wohnen im Alter Hinwil geladen.

Senioren machten ihrem Ärger Luft

In Scharen strömten ältere Personen in den «Hirschen»-Saal – das Thema brannte vielen unter den Nägeln. Zum Schluss forderte einer der Anwesenden, dass die Stiftung den Passus mit dem Obligatorium überdenke respektive aus dem Mietvertrag streiche. Dies, weil er daran zweifelte, dass ein solcher Passus rechtlich erlaubt ist. Gleichzeitig setzte er der Stiftung ein Ultimatum, diese Anpassung bis spätestens 1. Februar zu kommunizieren.

Dieser Aufforderung ist die Stiftung Wohnen im Alter Hinwil nun nachgekommen. In einer Medienmitteilung verkündet sie, dass die Serviceleistungen künftig nur noch als Option angeboten werden. Damit wolle die Stiftung zur Beruhigung der Situation beitragen.

Gleichzeitig macht die Stiftung darauf aufmerksam, dass sie Paragraf 5 des Pflegegesetzes einhalten müsse. Darin sei definiert, dass die Gemeinden für eine bedarfs- und fachgerechte stationäre und ambulante Pflegeversorgung ihrer Einwohnerinnen und Einwohner sorgen müssten. Wer entsprechende Dienstleistungen benötige, werde diese auch künftig erhalten.

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