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Mann mit grossen Hunden.

Bruno Zähner züchtet Pyrenäen-Berghunde. Auf seinem Schafbetrieb in Illnau bildet er sie zu Herdenschutzhunden aus.n(Archiv) Foto: Marc Dahinden

Schafbetrieb in Illnau

«Mit Herdenschutzhunden kommt es zu viel weniger Schafrissen»

Der Bund stoppt die Zucht von Herdenschutzhunden per sofort. Für Bruno Zähner, Herdenschutzberater am Strickhof, eine «Hauruckübung». Nicht nur, weil er selbst Pyrenäen-Berghunde ausbildet

Bruno Zähner züchtet Pyrenäen-Berghunde. Auf seinem Schafbetrieb in Illnau bildet er sie zu Herdenschutzhunden aus.n(Archiv) Foto: Marc Dahinden

Veröffentlicht am: 18.01.2024 – 11.04 Uhr

Herr Zähner, der Bund hat das Zuchtprogramm für Herdenschutzhunde per sofort gestoppt. Ab 2025 leistet er auch keine finanziellen Beiträge mehr. Als Herdenschutzberater am Strickhof sind Sie Anlaufstelle für die hiesigen Nutztierhalter. Läuft bei Ihnen jetzt das Telefon heiss?

Nein. Offizielle Herdenschutzhunde gibt es schweizweit rund 500, im Kanton Zürich sind meines Wissens bloss fünfzehn im Einsatz. Und offizielle Züchter gibt es hier neben mir gerade mal noch einen. Auch wenn es hie und da zu Wolfssichtungen kommt wie beispielsweise vor zwei Monaten in Rümlang, sind in unserer Region Elektrozäune das beste Mittel gegen Grossraubtiere. Hunde machen dort Sinn, wo nicht eingezäunt werden kann, also beispielsweise auf einer Alp. Abgesehen davon war bekannt, dass der Bund das Zuchtprogramm aufgrund des neuen Jagdgesetzes künftig an die Kantone delegieren will, wenn auch nicht per sofort. 2024 war als Übergangsjahr geplant, damit sich diese organisieren können. Das hat sich mit Bundesrat Albert Röstis Hauruckübung jetzt zerschlagen. Ich hoffe, er hat sich was dabei überlegt.

Bedeutet diese Kehrtwende in der Wolf-Politik das Aus für die Zucht und Ausbildung der Herdenschutzhunde?

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