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Ein Greifvogel sitzt vor einem Geländer.

Dieser Mäusebussard wurde von Sonja Schalcher gefüttert. Foto: PD

Wirbel um Fütterung

Vogelliebhaberin kassiert Busse, weil sie «Mäusi» fütterte

Sonja Schalcher flatterte eine Busse ins Haus, weil sie einen Mäusebussard mit Poulet versorgt hatte. Das neue Jagdgesetz verbietet es, Wildtiere zu füttern. Die Oberländerin kam in einen Gewissenskonflikt und fühlt sich im Recht.

Dieser Mäusebussard wurde von Sonja Schalcher gefüttert. Foto: PD

Veröffentlicht am: 26.11.2023 – 14.00 Uhr

Sonja Schalcher staunte nicht schlecht, als vor Kurzem plötzlich zwei Polizisten vor ihrer Haustüre in Hadlikon standen. Diese sind gekommen, um das neue Jagdgesetz durchzusetzen. Offenbar hat ein Nachbar Anzeige erstattet. Die Vogelliebhaberin hat nämlich einen Mäusebussard gefüttert, obwohl dies das Gesetz verbietet. Das gibt die 76-Jährige offen zu. Trotzdem fühlt sie sich schikaniert und wendet sich an die Redaktion. «Ich wurde behandelt wie eine Schwerverbrecherin», gibt Schalcher zu verstehen.

Beziehung zu Mäusebussard aufgebaut

Den Mäusebussard, den sie gefüttert hat, sei nämlich nicht irgendein Vogel. «Ich habe ‹Mäusi› vor drei Jahren gepflegt, er konnte kaum fliegen.» Das Tier war am Flügel verletzt, erzählt die Frau, die jahrelang Vögel gefüttert hat. «Wir haben extra einen Gärtner damit beauftragt, einen Abflugmast zu bauen, damit ‹Mäusi› besser starten kann.» Und sie hätte ihren «Mäusi» auch gefüttert. «Damals interessierte das niemanden, doch jetzt gibt es plötzlich einen riesigen Aufruhr um die Fütterung.»

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